Weinjahrgang 2013 kann sich sehen lassen

Kälte und Frost statt frühlingshafte Temperaturen: Die Weinreben blühten schon lange nicht mehr so spät wie in diesem Jahr. Doch der September brachte die ersehnte Wende – ein Glück für den Weinjahrgang 2013.

Weinrebe

Bildlegende: Weinliebhaber dürfen sich freuen: Die Forscher rechnen dieses Jahr mit einem guten Wein. Colourbox/Symbolbild

Die Forschungsanstalt Agroscope prognostiziert einen guten Weinjahrgang 2013. Demnach konnte der grosse Rückstand von fast zwei Wochen bei der Blüte der Reben bis Ende September fast vollständig aufgeholt werden.

Grund für die späte Blüte waren frostige Temperaturen im Mai und ein heftiger Kälteeinbruch Ende Juni, wie Agroscope mitteilt. Diese langsame Entwicklung im Frühling 2013 sei deshalb aufgefallen, weil in den vorangegangenen 20 Jahren fast ausnahmslos frühreife Jahrgänge zu verzeichnen waren.

Danke dem September

So setzte dieses Jahr beispielsweise die Blüte der Rebsorte Chasselas in Pully (VD) erst am 1. Juli ein. Im Mittel der Jahre 1925 bis 2013 trat der Beginn der Blüte hingegen bereits am 15. Juni ein, in den letzten 20 Jahren sogar am 12. Juni.

Der Zuckergehalt der Trauben wurde am 20. September kontrolliert und lag bei 65,2 Grad Oechsle. Der langjährige Mittelwert lag dagegen bei 68,8 Grad. Dieser Wert wurde von den Trauben bereits drei Tage später erreicht. Somit konnte der grosse Rückstand von fast zwei Wochen aufgeholt werden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Reben bringen wohl nur die halbe Ernte

    Aus 10vor10 vom 9.10.2013

    Ein mieser Frühling hat späte Konsequenzen für die Winzer. Sie werden dieses Jahr bis zur Hälfte ihrer Trauben nicht ernten können. «10vor10» hat im Labor getestet, ob der kalte Frühling auch Auswirkungen auf die Qualität des Weines haben wird.