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Schweiz Weniger Arbeitslose im April dank Bau und Tourismus

Zwar waren im April mehr Leute als arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Doch im Vergleich zum Vormonat März sank die Arbeitslosenquote im April stärker, als Experten erwartet hatten. Gründe dafür gibt es mehrere.

Ein Mann liest den "Stellenanzeiger"
Legende: Die Arbeitslosenzahlen haben im April weniger stark zugenommen, als von Experten befürchtet. Keystone

Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Schweiz im April weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank von 3,6 Prozent im Vormonat auf 3,5 Prozent.

Staatsnahe Dienstleistungen als Treiber

Grund dafür seien allerdings saisonale Effekte, sagt Boris Zürcher, Leiter Arbeitsmarkt beim Seco. «Vor allem auf dem Bau und im Tourismus gab es in den letzten Monaten viel zu tun.» Doch wenn diese saisonalen Effekte nicht in die Rechnung einbezogen würden, dann habe die Arbeitslosenquote weiter leicht zugenommen, betont Zürcher. Allerdings weniger stark als von Experten befürchtet.

Als Gründe dafür sieht Zürcher, dass sich die allgemeine wirtschaftliche Situation in der Schweiz zwar «nicht berauschend, aber okay entwickle» – gerade in den staatsnahen Dienstleistungen wie im Gesundheits- oder Bildungswesen. «Das sind nach wie vor die wichtigsten Treiber des Beschäftigungswachstums», sagt Zürcher.

Der starke Schweizer Franken sei eine grosse Herausforderung für viele Unternehmen. Aber es seien wohl vor allem andere Faktoren, die zu Buche schlagen würden: «Die internationale Konjunktur oder das verhaltene Wirtschaftsumfeld in Europa.»

Jugendarbeitslosigkeit sinkt

Auffällig ist, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und der älteren Arbeitnehmer mit je 3,2 Prozent unter dem schweizerischen Durchschnitt von 3,5 Prozent lag. «Die Altersklasse der 30 bis 50-Jährigen haben den grössten Schock zu verdauen», sagt Zürcher.

Zusammenfassend sagt Zürcher, das Risiko arbeitslos zu werden, bilde sich leicht zurück, allerdings nehme die Dauer, die ein Mensch arbeitslos sei, leicht zu und es sei etwas schwieriger, eine neue Stelle zu finden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Mit der kommenden Digitalisierung wird sich vieles grundlegend ändern. Immer weniger Arbeitende werde benötigt um mehr produzieren zu können. Da zeichnet sich eine neue Herausforderungen ab.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
      Das macht doch nichts, Hans Haller. Als der Lastwagen kam, wurden die Pferdefuhrwerke auch arbeitslos, massenweise. Wir überlebten!-Und weshalb? Weil viele vor uns Optimisten waren, die Herausforderungen annahmen & sich neue Arbeit beschafften. Doch wer als Problemdenker immer nur das Negative sieht, reagiert so wie sie. Wir schaffen es nur mit Problemlösern und es wird gelingen! Glauben sie mir!
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  • Kommentar von Pierre Bayerdörfer (pb59)
    Solange die gesamte Zahl aller Arbeitslosen nicht korrekt wiedergegeben werden kann, sind solche Zahlen nur Makulatur. Insbesondere die Nichtberücksichtigung aller Ausgesteuerten ist ein Skandal, da die monatlich 3000 Menschen nach ihren Taggeldbezügen meistens keinen Job gefunden haben. Tatsächlich würde die Arbeitslosen Prozentzahl mit allen Involvierten sich auf 10% verdreifachen!
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    1. Antwort von Cherubina Müller (Republic of Lakotah)
      Ja, die SECO - Zahlen besitzen international etwa soviel Aussagekraft wie nordkoreanische Wahlen. Bei Presseveröffentlichungen müssten zwingend die Zahlen der international anerkannten und vergleichbaren Erwerbslosenstatistik nach ILO veröffentlicht werden ( Erwerbslosigkeit = Arbeitslosigkeit ), denn es sind viel mehr Menschen arbeitslos / erwerbslos als gemeldet sind.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Dank dem, dass wir weiterhin ungehemmt die Schweiz +vor allem naturnahe Landschaften verbetonieren, haben wir weniger Arbeitslose. Die Befürworter von solchen Strategien sind ganz einfach dumm, herzlos und gierig, und wir sollten die ins Ausland z.B. auf die Philipinen schicken, wo es noch genügend Land zum verbauen gibt. Die Geldgier macht die Menschen so blind, dass es ihnen nicht einmal klar wird, wie winzig unser Land ist und dass wir jeden grünen Fleck (auch in der Stadt) erhalten müssen.
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