Weniger Gewalt in Schweizer Zügen

Die Zahl der Tätlichkeiten gegen Mitarbeitende und Kunden der Bahn geht zurück. Auch die Passagiere fühlen sich sicherer.

Vor allem Taschen- und andere Diebstähle beschäftigten im vergangenen Jahr die Transportpolizei der SBB. In den Sommermonaten kamen Sprayereien und Sachbeschädigungen hinzu. Die Gewalt gegen Personal und Passagiere jedoch sei rückläufig, teilte die SBB heute bei einem Korpsrapport in Olten mit. Genaue Zahlen dazu will sie alledings erst im Mai vorlegen.

Die noch nicht veröffentlichten Zahlen würden jedoch vom Sicherheitsgefühl der Reisenden bestätigt. Dass dieses im vergangenen Jahr zugenommen habe, bestätigten die Rückmeldungen der Kunden.

Die Transportpolizei soll eine «richtige» Polizei werden

Mit Blick auf die Zukunft fordert die SBB für ihre Transportpolizei eine Gleichstellung mit anderen Korps. Um die Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden noch effizienter zu gestalten, brauche es so bald wie möglich den Zugriff auf die polizeilichen Informationssysteme, sagte ein Sprecher.

Wegen den teilweise grenzüberschreitenden Kontrollen in Zügen sei auch die Aufnahme als Polizeibehörde in den internationalen Polizeiverträgen nötig. Zudem brauche es eine vernünftige Regelung bei den Ordnungsbussen, um beispielsweise Gleisüberschreitungen einfacher ahnden zu können. Heute sei dafür ein Strafantrag notwendig, über den dann das jeweils zuständige Richteramt befinden müsse.