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Weniger Papierkram für Firmen Schneider-Ammann will mit Online-Portal Bürokratie abbauen

Legende: Video Mit «easygov» gegen das Bürokratiemonster abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.11.2017.
  • Bundesrat Johann Schneider-Amman lanciert mit Kantonen und Gewerbe einen Online-Schalter, an dem verschiedene Behördengänge auf einmal erledigt werden können.
  • Der Online-Schalter soll Gewerbebetriebe von Papierkram und bürokratischem Aufwand entlasten.
  • Im neuen «One-Stop-Shop» können die Firmen vorerst Handelsregister-Änderungen oder Transaktionen rund um die Mehrwertsteuer abwickeln.
  • Bis Ende 2019 sollten die meisten Behördengänge auf der Plattform erledigt werden können.

Er wisse es aus eigener Erfahrung als früherer Unternehmenschef, sagte Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann: Es brauche in der Schweiz 14 Bewilligungen bei 14 Behörden um eine Firma zu gründen. Das Ganze dauere 14 Monate.

In Schanghai brauche man für die gleichen Schritte zwei Monate. Deshalb sollen Unternehmerinnen und Unternehmer in der Schweiz nun auf einem Internetportal alle Behördengänge bei Bund, Kantonen und Gemeinden gleichzeitig absolvieren können.

Für Firmen attraktiver werden

Neben der Firmengründung sollen dort auch Handelsregister-Mutationen und Mehrwertsteuer-Transaktionen durchgeführt werden. Weitere Behördengänge sollen auf der Online-Plattform schon bald dazukommen. Das Ganze geschieht im Rahmen der E-Government-Strategie des Bundesrats.

Die Schweiz steht auf internationalen Ranglisten nicht sehr gut da, wenn es um die Einfachheit der Regulierung geht. Im Weltbank-Ease-of-doing-Business-Ranking befindet sich die Eidgenossenschaft auf dem 33. Platz – hinter Deutschland, Österreich und Frankreich.

Mit der digitalen Vereinfachung der Bürokratie hoffen der Bund und die Kantone, in den Ranglisten nach vorne zu rücken und für Firmen attraktiver zu werden, für neue wie für bestehende

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Der Sache gebe ich keinen grossen Kredit. Der Oberaargauer wäre besser zurückgetreten.
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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Keine "Angst", die in Behörden beschäftigten Staatsangestellten, die eigentliche Regierung in unserem Lande, werden schon dafür sorgen, dass sie keinerlei persönlichen Nachteile haben werden, im Gegenteil. Öffnet Tür und Tor für zusätzliche Daten, die erfasst werden "müssen", Resultat wird einfach noch kompliziertere und ausgedehntere Online Formulare sein, die Staatsangestellten entziehen sich noch weiter ihrer Verantwortung, für die sie eigentlich angestellt wären.
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  • Kommentar von Markus Freiburghaus (Belu)
    Wenn dies gleich gehandhabt (umgesetzt) wird wie bei uns Bauern, dann freut euch über den baldigen Mehraufwand... Theorie und Praxis liegen auch hier leider weit auseinander!
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    1. Antwort von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
      Genau das fragte ich mich jetzt auch es wird sicher wieder div.Zusätze geben weil eben das Papier weg fällt.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Noe, heute koennen die heikelsten Ausfuhren bis hin zu Waffen und Drogen samt Bewilligung mit einigen Computerklicks der Zoll-"Kontrolle" unterbreitet und fast immer sofort zur Ausfuhr fast rund um die Uhr und den Kalender freigespielt werden. Fuer die Profis der Konzerne ist das immer mehr ein Gaim statt Arbeit. Und wenn mal was auffliegt, gibts fast immer milde Buesslein statt Knast. Kafkaesk schickaniert und hart bestraft werden nur Subventionsempfaenger und am schlimmsten Sozialhilfeempfaeng
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    3. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Casagrande - Bingo! Als die Computer noch Schraenke fuellten, profezeite ein leider nur selektiv Weitsichtiger, dass eines Tages fuenf Computer reichen wuerden, alle Transaktionen der Welt zu bewaeltigen. Recht haette der gehabt, wenn er die Fantasie, was an Unnoetigem und gar Toxischem man auch noch gar ewig statt nur bis zur Rechtsfrieden sichernden Verjaehrung sammeln koennte, nicht unterschaetzt haette....
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