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Schweiz Weniger Touristen übernachten in der Schweiz

Kein guter Sommer für die Hoteliers: Im Juni übernachteten deutlich weniger Touristen in der Schweiz als vor einem Jahr. Im ersten Halbjahr waren die Zahlen noch stabil. Vor allem dank der Touristen aus China.

Legende:
Logiernächte in der Schweiz im ersten Halbjahr 2014 Logiernächte in der Schweiz von Januar bis Juni 2014, aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern Bundesamt für Statistik

Die Schweizer Tourismusbranche ächzt. Im Juni verzeichneten die Hotels 2,5 Prozent weniger Logiernächte als im Juni 2013. Insbesondere Touristen aus den Golfstaaten, Indien und Japan blieben der Schweiz fern. Auch Russen fanden weniger den Weg in die Schweizer Hotels. Insgesamt zählte die Branche 3,2 Millionen Logiernächte.

Bei den Schweizer Gästen betrug der Rückgang 0,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte. Deutlich höher ist der Rückgang ausländischer Besucher. Dort waren es 3,6 Prozent weniger als im Juni vor einem Jahr.

Weniger Touristen aus den Golfstaaten

Der grösste absolute Rückgang geht auf das Konto von Gästen aus den Golfstaaten mit einem Rückgang von 24'000 Logiernächten oder minus 24,6 Prozent. Aus Indien kamen 14'000 Touristen weniger in hiesige Hotelbetten, was einem Rückgang um 13,4 Prozent entspricht. Auch Japaner haben weniger Nächte in Schweizer Hotels verbracht. Minus 17 Prozent und damit 13'000 Logiernächte weniger verzeichneten die Japaner.

Auch die Sanktionen gegen Russland scheinen eine Auswirkung auf das Reiseverhalten russischer Touristen zu haben. Die Hotels zählten im Juni 6,3 Prozent weniger Übernachtungen von Gästen aus dem ehemaligen Sowjetstaat.

Deutsche bleiben fern

Im ersten Halbjahr blieb die Nachfrage mit 7,6 Millionen Logiernächten stabil. Die Übernachtungen von Schweizern nahmen mit 0,1 Prozent leicht zu, jene der Ausländer mit einem Rückgang von 0,2 Prozent leicht ab.

Legende:
Logiernächte: Januar bis Juni 2014 Zu- und Abnahmen der Logiernächte im ersten Halbjahr 2014 in Prozent, aufgeschlüsselt nach ausgewählten Herkunftsländern. Bundesamt für Statistik

Bei den Ausländern fiel der Rückgang von deutschen Touristen ins Gewicht: Die Anzahl der Besucher aus dem Nachbarland nahm um fast 100‘000 Logiernächte ab. Das entspricht einem Rückgang von 4,2 Prozent. Es folgen Russland und die Niederlande mit einer Abnahme von je 23'000 Logiernächten. Prozentmässig am meisten zurückgegangen sind die Besuche von Japanern, die 12,7 Prozent oder 22'000 weniger Logiernächte zählen als im Vorjahr.

Viele Besucher aus China

Kompensiert wurde dieser Rückgang zumindest teilweise durch Besucher aus China und Korea. Touristen aus China kamen auf 61'000 Logiernächte (+17,6 Prozent). Das Land weist damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Es folgen südkoreanische Besucher mit einem Plus von 33'000 Logiernächten (+40,9 Prozent). Aus den Golfstaaten reisten 4,1 Prozent mehr Besucher an, was 9400 Logiernächten entspricht.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Sascha Stalder, Oberdiessbach
    Verglichen mit 2013! Vielleicht war 2013 ein besonders gutes Jahr, vielleicht war das Wetter besser oder die wirtschaftspolitische Lage anders. Solche Zahlen sagen doch nur langfristig wirklich was aus. Man hört immer nur was wenn die Zahlen mal rückläufig sind!
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  • Kommentar von p.keller, kirchberg
    Schon seit Jahren kann man die Atmosphäre in Gaststätten als ungemütlich empfinden: steril, anonym, langweilig, gast-feindlich.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Dass vorallem weniger deutschsprachige Touristen bei uns Ferien machen, hat nach meinen Erfahrungen 4 Gründe: Zu teure Hotelpreise. Schlechter Service. Praktisch alles ausländische Angestellte, mit teils sehr ungenügenden Sprach- und Ortskenntnissen. Ein Land mit zu dichter Bevölkerung (öV, Strassen). Fazit: Viele schlecht geführte (nur aufs Geld ausgehende) Betriebe werden nicht überleben und Spitzenhotels, mit gutem "Preis/Leistungsverhältnis", bleiben beliebt und werden eher noch zulegen!
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