Wer als Bauer überlebt, bewirtschaftet mehr Fläche

Das Bauernsterben lässt sich nicht aufhalten. Auch im letzten Jahr verschwanden jeden Tag mehr als drei Betriebe. Die Bio-Landwirtschaft widersetzte sich jedoch dem Abwärtstrend.

Bauer auf einer Mähmaschine mäht eine abfallende Wiese im Hintergrund eine Kuh und eine Ziege

Bildlegende: Weniger Bauernbetriebe bewirtschaften gleich viel landwirtschaftliche Nutzfläche wie im Vorjahr. Keystone

Letztes Jahr zählte die Schweiz noch etwas mehr als 54'000 Landwirtschaftsbetriebe. Das sind 1160 Betriebe oder 2,1 Prozent weniger als 2013. Der Rückgang der Betriebe hat sich damit kaum verlangsamt: 2,4 Prozent betrug die Abnahme 2013, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) mitteilt.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche in der Schweiz blieb mit 1,05 Millionen Hektaren aber nahezu stabil. Das bedeutet: Die überlebenden Betriebe bewirtschafteten im Schnitt 0,5 Hektaren mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Beschäftigten veränderte sich 2014 mit total 158'000 Personen kaum. Die Nutzfläche besteht mehrheitlich aus Grünflächen (71 Prozent und Getreidekulturen (14 Prozent), hauptsächlich Weizen und Gerste.


Bauernsterben geht weiter

3:52 min, aus SRF 4 News aktuell vom 12.08.2015

Bio ist im Trend

Seit 1985 hat sich die Zahl der Bauernhöfe fast halbiert. Dabei mussten vor allem konventionelle Betriebe aufgeben. Im selben Zeitraum entstanden dagegen fast 6200 Biobetriebe.

Allein im letzten Jahr nahmen die Biobauernhöfe gemäss BfS um 2,4 Prozent zu. Flächenmässig erreichte die Biolandwirtschaft mit rund 134'000 Hektaren gar einen Rekord. Mehr als 11 Prozent aller Schweizer Bauernbetriebe – das sind fast 6200 Höfe - arbeiten nach Biorichtlinien.