Wer plauderte aus der Krankenakte von Neuenburgs neuem Staatsrat?

Vergangenen Sonntag schaffte SVP-Nationalrat Yvan Perrin den Sprung in die Neuenburger Regierung. Im Vorfeld hatten verschiedene Zeitungen über seinen Gesundheitszustand spekuliert – unter Berufung auf vertrauliche Berichte aus dem Spital. Wie das passieren konnte, soll nun geklärt werden.

Neuenburgs neuer Staatsrat Yvan Perrin

Bildlegende: Neuenburgs neuer Staatsrat Yvan Perrin: Wie kamen die vertraulichen Dokumente aus dem Spital an die Öffentlichkeit? Keystone

Wie gelangten Informationen aus der Krankenakte des neu gewählten Neuenburger Staatsrats Yvan Perrin (SVP) an die Öffentlichkeit? Diese Frage will das Neuenburger Spital nun klären. Die Spitaldirektion reichte bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige ein.

In einer kurzen Mitteilung heisst es, das Spital wolle sicherstellen, dass die Angelegenheit aufgeklärt wird.

Im Vorfeld der kantonalen Wahlen waren in verschiedenen Westschweizer Zeitungen Zweifel an Perrins Gesundheit geäussert worden. Diese stützten sich unter anderem auf vertrauliche Dokumente des Spitals.

Perrin hatte 2012 ein Burn-out erlitten und im Dezember 2012 einen Tag im Spital verbracht. Er sei in Panik geraten aus Angst vor einem Rückfall, hatte er damals erklärt. Ungeachtet der Diskussionen schaffte Perrin am Sonntag in der Stichwahl den Einzug in die fünfköpfige Neuenburger Regierung.