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100 Jahre Pro Senectute Widmer-Schlumpf führt die Organisation in die Zukunft

Zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten hat alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf das Stiftungsratspräsidium übernommen.

Legende: Video Stabsübergabe bei Pro Senectute abspielen. Laufzeit 2:30 Minuten.
Vom 01.04.2017.
  • Seit hundert Jahren setzt sich Pro Senectute für die Anliegen älterer Menschen ein.
  • Alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hat heute ihr Amt als Präsidentin der Stiftung übernommen.

Die Bündnerin folgt auf Toni Frisch, der seit Januar 2011 als Stiftungsratspräsident amtete. Die Präsidentenkonferenz hatte Widmer-Schlumpf bereits im Oktober gewählt. Damit sei Pro Senectute fit für die Zukunft, hiess es in einer Mitteilung.

In Zukunft will sich die Organisation auch wieder vermehrt politisch für die Senioren einsetzen. Etwa für die Rentenreform 2020. «Die Solidarität unter den Generationen ist eine zentrale Voraussetzung für den Wohlstand in der Schweiz und für den sozialen Frieden, für den Ausgleich», sagt Widmer-Schlumpf zu SRF. Es sei wichtig, dass man sich dessen wieder bewusst werde.

Lob für Pro Senectute gab es am Festakt in Bern von Bundesrat Alain Berset. Er würdigte ihren Einsatz für die Solidarität zwischen den Generationen. «Die Alterung bietet uns die Chance, uns stärker für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land zu engagieren».

Die Organisation trägt seit 1917 viel zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen bei. Stand damals noch die «Linderung der materiellen Not bedürftiger Greise» im Vordergrund, ist Pro Senectute heute einer der bedeutendsten Dienstleister für Seniorinnen und Senioren.

Pro Senectute leistet Beratung und Alltagshilfe und bietet Freizeitveranstaltungen an. 700'000 Menschen im Pensionsalter sowie deren Angehörige oder Bezugspersonen nutzen die Angebote. In über 130 Beratungsstellen ist die Organisation gemäss eigenen Angaben aktiv. Sie beschäftigt 1600 Mitarbeitende und arbeitet mit rund 18'000 Freiwilligen zusammen.

Sondermarke und Rütli-Feier

Das Buch «Eine Jahrhundertgeschichte. Pro Senectute und die Schweiz 1917-2017», das an der Jubiläumsfeier in Bern vorgestellt wurde, zeichnet die Geschichte nach. Die Post ehrt die Organisation mit der Sonderbriefmarke «100 Jahre Pro Senectute», die ab 11. Mai erhältlich sein wird.

Ihr Jubiläum feiert die Pro Senectute von April bis November mit verschiedenen Aktivitäten in der ganzen Schweiz. Am 1. August ist die Organisation Gast der offiziellen Bundesfeier auf dem Rütli.

11 Kommentare

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  • Kommentar von marianne marty (marima)
    Schön dass sich Fr.Widmer-Schlumpf für eine neue öffentliche Aufgabe zur Verfügung stellt. Wünsche Ihr für dieses Amt gutes Gelingen. Auf der anderen Seite habe ich grosse Bedenken, dass durch sie, die ganze Organisation bürokratischer, nicht aber menschlicher wird. (wie z.B. der seinerzeitige Vorschlag, notwendige Bewilligung um Grosskinder zu betreuen...) na ja..
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Das ist eine gute Wahl für das Präsidium der Pro Senectute. Diese Institution sehr wichtige für unsere ältere Generation und bietet hervorragende Dienstleistungen an. Was bisher fehlt ist das politische Engagement für Rentner und Renterinnen. Sie sind als politische Kraft unterbewertet obwohl sie auch als Konsumenten ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor sind. Sie werden von der SVP und FDP schmählich im Stich gelassen. Ich hoffe dies wird sich unter EWS ändern.
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Als freiwillige Mitarbeiterin freue ich mich immer wieder, Menschen bei Problemen mit Geräten ein Stück weiterhelfen zu können. Ich finde, die Pro Secectute ist ein wichtiger Ansprechpartner für die ältere Generation. Zwar will unsere Jugend nicht wahrhaben, dass das auch ihr Thema ist. Toleranz, gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme sind ein wichtiger Stützpfeiler in unserer Gesellschaft. Es wäre an der Zeit, dass eine ich betonte Generation etwas umdenken lernt.
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