Widmer-Schlumpf lobbyiert in Luxemburg für Schweizer Banken

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hat ihre Amtskollegen aus den EU- und Efta-Staaten in Luxemburg getroffen. Die Finanzminister sprachen über die Kooperation im Finanzdienstleistungsbereich und die ökonomische Entwicklung in Europa.

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Widmer-Schlumpf: Ein einziger Standard

0:31 min, vom 15.10.2013

Die Schweizer Finanzdienstleister fürchten, aufgrund neuer Regelungen diskriminiert zu werden. Konkret befürchten die Banken den Abfluss von verwalteten Kundengeldern sowie die Verlagerung von Arbeitsplätzen von der Schweiz in die EU.

Koordinierte Steuerpolitik

Am Rande des Treffens hat Widmer-Schlumpf mit EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier gesprochen. Die Finanzministerin lobbyierte dabei für eine für Schweizer Banken verträgliche Revision der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II. «Es gibt noch viel Ermessensspielraum. Hier wollen wir arbeiten», so Widmer-Schlumpf.

Nach dem Treffen findet die Sitzung der 28 EU-Finanzminister statt. Die Minister befassen sich unter anderem mit dem Europäischen Semester, mit dessen Hilfe die EU-Mitgliedstaaten ihre Wirtschafts- und Fiskalpolitik besser koordinieren sollen. Ausserdem werden sie über die Tagung der Finanzminister und Notenbankgouverneure der G20 informiert.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Für die Banken steht viel auf dem Spiel

    Aus Tagesschau vom 15.10.2013

    Am Treffen der Finanzminister von EU und EFTA in Luxemburg geht es auch für die Schweiz um viel. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf versucht sich in Gesprächen für die Schweizer Banken stark zu machen.

  • Finanzministerin Widmer-Schlumpf am 15. Oktober in Luxemburg.

    Bundesrätin Widmer-Schlumpf am EU-Finanzminister-Treffen

    Aus Rendez-vous vom 15.10.2013

    In Luxemburg hat die Schweizer Finanzministerin mit ihren EU-Amtskollegen über den Zugang von Banken aus Drittländern wie der Schweiz auf den EU-Markt gesprochen. Die EU will nämlich ihre diesbezüglichen Regeln ändern, was den Schweizer Banken Angst einjagt.

    Urs Bruderer