Wie die SBB die letzten Sitzplätze füllen will

Reiselenkung heisst das Zauberwort. Mit Durchsagen und Hinweisen des Personal will die SBB ihre Züge in Spitzenzeiten besser befüllen: Die Passagiere sollen damit auf freie Sitzplätze im Zug aufmerksam gemacht werden.

Pendlerströme auf Perrons

Bildlegende: Dank Instruktionen der SBB sollen sich die Passagierströme besser auf den Perrons verteilen. Keystone/symbolbild

Die Zahl der Reisenden während der Hauptverkehrszeiten und an Spitzentagen habe in den letzten Jahren überdurchschnittlich zugenommen. Dies bringe insbesondere den Regionalverkehr an die Grenzen der Kapazitäten. Das schreibt die SBB – und alarmiert damit nicht zum ersten Mal.

Leere Sitzplätze am Anfang und Ende eines Zuges

Nun will sie die Sitzplatzkapazitäten besser nutzen. Denn gemäss der SBB gibt es oft auch zu Spitzenzeiten noch freie Sitzplätze. Diese Sitzplätze am Anfang und am Ende des Zuges blieben leer, wenn sich die Reisenden nicht über die gesamte Perronlänge verteilten.


SBB gibt Tipps für cleveres Pendeln

2:39 min, aus SRF 4 News aktuell vom 14.05.2013

Abhelfen will das Unternehmen nun mit einer Schwerpunktwoche zum Thema Reiselenkung. An den Bahnhöfen Genf, Lausanne, Bern, Basel, Olten, Luzern, Zürich, Bellinzona und Chur ertönen neuen Standarddurchsagen. Darin werden die Passagiere aufgefordert werden, sich über die gesamte Perronlänge zu verteilen. Das Zugpersonal wird die Reisenden auf dem Perron zudem auf freie Sitzplätze hinweisen.

Eine Durchsage nach Abfahrt des Zugs soll die Fahrgäste schliesslich über leer gebliebene Sitzplätze im Zug, über Zusatzzüge und Alternativverbindungen während der Stosszeiten informieren.