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Schweiz Wieder Panne bei Informatikprojekt des Bundes

Beim Bund gibt es eine neue Informatik-Panne. Ein Projekt mit dem Namen «ASALneu», mit dem die Auszahlung der Arbeitslosenversicherung hätte erneuert werden sollen, wurde gestoppt. Schaden: «Mehrere hunderttausend Franken».

Erneut ist ein Informatikprojekt des Bundes gescheitert. Das Auszahlungssystem der Arbeitslosenversicherung – offizielle Bezeichnung «ASALneu» – werde abgebrochen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit. Der Schaden beläuft sich auf «mehrere hunderttausend Franken», heisst es in einer Mitteilung.

In der Mitteilung ist von «neu eingetretenen Risiken und Umsetzungsschwierigkeiten im Projektverlauf» die Rede. Die Projektziele hätten unter diesem Umständen kaum mehr erreicht werden können. Mit der beteiligten Firma habe eine Einigung über die Modalitäten des Abbruchs erzielt werden können, heisst es weiter. Diese umfasst neben einer finanziellen Regelung eine Vereinbarung über die Wartung des aktuellen Auszahlungssystems bis mindestens 2021. Dieses ist seit 1993 in Betrieb. Mit «ASALneu» hätte das System in eine moderne und wartungsfreundliche Softwareentwicklungsumgebung migriert werden sollen.

13 Kommentare

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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Da wollen die noch ein Road Pricing als nächster IT-Verrecker einführen anstatt die Kosten bei der Fahrzeug Zulassung zu verrechnen. Warum einfach wenn dafür kompliziert viel Steuergelder verblödet werden können! Wo keine Verantwortung getragen werden muss, da wird auch keine Sorge zum Geld getragen = Staatliche Veruntreuung. Warum ist das nicht strafbar? Weil die Veruntreuet selber die Gesetze machen! Wählt keine Grossparteien, wählt Parteilose oder Kleinparteien damit der Filz entfilzt wird.
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  • Kommentar von Erwin Zurbuchen, Winterthur
    @SRF: Bitte gehen Sie diesem Thema noch etwas detaillierter nach. Mich würde zum Beispiel wunder nehmen, was "neu eingetretenen Risiken und Umsetzungsschwierigkeiten im Projektverlauf" den konkret sind. Ich kann mir darunter irgendwie so gar nichts vorstellen. Weiter wäre interessant zu wissen, wer denn die übergeordnete Aufsicht über diese Beschaffungsprogramme hat. der Bundesrat? DIe IT-Beschaffungs-Projekte schreien für mich nach einem bösen Missmanagement, das untersucht werden muss.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Vielleicht haben sie beim Bund zu viele Schwätzer mit hoher Selbsteinschätzung und hohen Lohnansprüchen und weniger Leute die die konkrete Arbeit seriös erledigen. Vielleicht ist es wie in der Chirurgie. Wenn man ein Krebsgeschwür beseitigt, sollte man auch einen Teil des Umliegenden Gewebes entfernen.
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