Wieder weniger Gemeinden auf Zweitwohnungsliste

Rund 60 Gemeinden fallen nicht mehr unter die Zweitwohnungsinitiative. Der Bund hat diese Orte von der Zweitwohnungsliste gestrichen. Die meisten davon befinden sich im Tessin.

Zweitwohnungsanteil

20 bis 30%
30 bis 40%
40 bis 50%
über 50%

Quellen: Bundesamt für Raumentwicklung, Geostat-BFS, swisstopo, Stand 5. November 2013 – Originaldaten.

60 Gemeinden weniger, die unter die Zweitwohnungsinitiative fallen: Der Bund hat sie von der Liste genommen. Somit verbleiben in der Schweiz noch 481 Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent. Diese dürfen keine Zweitwohnungen mehr bewilligen, sofern keine «warmen Betten» entstehen.

Insgesamt konnten 23 Gemeinden nachweisen, dass ihr Zweitwohnungsanteil unter 20 Prozent liegt. Am meisten Gemeinden, nämlich acht, wurden im Kanton Tessin gestrichen, je vier in den Kantonen Wallis und Bern.

Rund 40 Gemeinden sind neu nicht mehr gelistet, weil sie fusioniert haben und der Zweitwohnungsanteil dadurch unter 20 Prozent fällt. In fünf Gemeinden liegt der Zweitwohnungsanteil nach Fusionen hingegen über 20 Prozent, sie wurden neu auf die Liste gesetzt. Diese sind Nesslau (SG), Lumnezia (GR), Safiental (GR), Valsot (GR) und Terre di Pedemonte (TI).

Die Zweitwohnungsliste wird laufend angepasst. Anfang Jahr waren noch 573 Gemeinden auf der Liste. Die nächste Anpassung erfolgt im Herbst 2014.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Im Walliser Bergdorf Bellwald gibt es über 1000 Ferienwohnungen - und knapp 400 EinwohnerInnen.

    Im Walliser Bergdorf Bellwald wird nicht mehr gebaut

    Aus Rendez-vous vom 18.10.2013

    Die InitiantInnen der Zweitwohnungsinitiative haben in Bellwald gegen alle Baubewilligungen Einspruch erhoben. Derzeit darf nicht mehr gebaut werden. Entsprechend düster ist die Stimmung im Dorf mit seinen über 1000 Ferienwohnungen und knapp 400 EinwohnerInnen.

    Ist das Beispiel Bellwald repräsentativ für den Rest der Schweiz?

    Reinhard Eyer und Monika Zumbrunn