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Schweiz «Wir brauchen noch mehr Lehrer»

Immer mehr junge Menschen schreiben sich an den pädagogischen Hochschulen ein. Der Lehrerberuf boomt. Doch: Es gibt immer noch viel zu wenige Lehrer.

Legende: Video Noch immer zu wenige Lehrer abspielen. Laufzeit 1:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.02.2014.

Wie an der Pädagogischen Hochschule Zürich entscheiden sich in der ganzen Schweiz immer mehr Studentinnen und Studenten für den Lehrerberuf. Ihre Zahl hat in den letzten Jahren um 10 Prozent zugenommen – Lehrer zu sein ist wieder «in».

Legende:
Studierende an den pädagogischen Hochschulen Lehrer-Dachverband

Trotz des Aufwärtstrends: Es braucht in Zukunft noch mehr Lehrer. Darin sind sich der oberste Lehrer der Schweiz, Beat Zemp, und die Erziehungsdirektoren einig. «Die zehn Prozent reichen nicht aus. Wir müssen alles tun, damit wir etwa das Doppelte haben, um den gestiegenen Bedarf in den nächsten Jahren auch wirklich decken zu können», sagt Zemp zur Tagesschau.

Engpässe bei den Hochschulen

Das ist ein Problem für die Schulen. Die Pädagogischen Hochschule in Zürich zum Beispiel hat bereits jetzt zu viele Studierende.

«Wir haben das Problem, dass wir nicht genügend Praktikumsplätze für die Studierenden finden können. Ein Viertel der Ausbildung findet nämlich in den Schulen im Kanton Zürichstatt. Und hier haben wir im Moment einen Engpass», erklärt Rektor Walter Bircher.

12 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, H
    Man reduziere die Anzahl Lehrer pro Klasse, ersetze sie durch Praktikanten & schon ist das Problem gelöst. Hat früher auch funktioniert. Wobei sich auch prüfe, wer sich für ewig binde! Viele, die den Lehrerberuf gelernt, geben ihn nach ein paar Jahren wieder auf, weil es immer schwieriger wird, den Anforderungen der Eltern aus ihrem Sprössling ein Genie zu machen, wo er/sie die Voraussetzungen nicht mit bringt gerecht zu werden.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Es gibt Lehrwillige, die im praktischen Umgang mit den Schülern pädagogische Fähigkeiten aufweisen, und trotzdem für ein Hochschulstudium nicht das nötige Rüstzeug mitbringen. Als es noch Lehrerseminare gab, gab es auch genug (einheimische!) Lehrkräfte. Aber heute muss für bald jeden Beruf ein Hochschulstudium absolviert werden, sogar für den Kindergartenberuf!!
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    1. Antwort von Daniel Griesser, Winterthur
      Es gibt sehr viele Lehrwillige, aber: Neben den vielen Studierenden gibt es auch viele Quereinsteiger die vorher in einem anderen Beruf tätig waren und nun auf dem zweiten Bildungsweg Matur und das Lehrerstudium nachholen. Ein Grossteil von denen hört während oder kurz nach der Ausbildung wieder auf, weil sie die Anforderungen des Lehrerberufes krass unterschätzt haben.... Gruss von einem Praktikumslehrer
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Ich hoffe, dass das Sprichwort "wer nichts wird, wird Wirt" sich nicht von den Restaurants auf die Lehrer mit "wer nichts wird, wird Lehrer" verschiebt. Vielleicht weil sich in der Gastronomie inzwischen ein ganzes Heer von hervorragenden "Wirtsläuten" gebildet hat. Da braucht man ein anderes Ziel wo es noch Unzufriedene hat trotz viel Ferien, kurze Arbeitszeit, möglichst weit vom Arbeitsort wohnen, damit die Freizeit garantiert ist, gutes Gehalt das jederzeit mit Streik aufgewertet werden kann
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    1. Antwort von René Greif, Gümligen
      Sie scheinen nicht zu wissen, was es bedeutet, jeden Tag vor einer Klasse zu stehen. Zu den Arbeitszeiten: 12-Stunden Tage sind keine Seltenheit, in den Ferien macht man Jahresplanungen, arbeitet sich in neue Lehrmittel ein und erledigt all die grundlegenden Dinge, für die im Schulalltag keine Zeit bleibt. Schade, dass Sie in Unkenntnis über die Arbeit eines Lehrers solche Dinge verbreiten.
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