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Schweiz «Wir dürfen ruhig selbstbewusster auftreten»

Anlässlich des 722. Geburtstags der Schweiz äussert sich Bundespräsident Ueli Maurer im Gespräch mit SRF zur aktuellen Lage des Landes. Maurer spricht über die Beziehungen der Schweiz zum Ausland und erklärt, weshalb den Eidgenossen mehr Selbstbewusstsein gut tun würde.

Legende: Video «Bundespräsident Ueli Maurer zum 1. August» abspielen. Laufzeit 29:00 Minuten.
Aus 1. August vom 31.07.2013.

Hoch oben auf 1650 Metern über Meer, am geografischen Mittelpunkt der Schweiz, empfing Bundespräsident Ueli Maurer den Leiter der SRF Bundeshausredaktion Hanspeter Trütsch zum Gespräch. «Man kann viele Schweizerische Werte wie Bescheidenheit, Unabhängigkeit, Freiheit und Demokratie symbolisch mit diesem Ort verknüpfen», erklärt der Bundespräsident die Wahl der Älggi-Alp als Ort des Treffens.

Dass der Bundespräsident diese Werte zu wenig gegen aussen vertrete, wurde ihm vor kurzem hinsichtlich des Freihandelsabkommens mit China vorgeworfen. Maurer hatte zuvor mit der Aussage irritiert, es sei an der Zeit einen Strich unter das Massaker am Tiananmen-Platz zu ziehen.

Wir drücken nicht beide Augen zu

Der Bundespräsident steht hinter dieser Aussage. Aber: «Wir drücken nicht beide Augen zu.» Die Schweiz sei ein Land welches viele diplomatische Kontakte pflege, was aber nicht heisse, dass man mit allem einverstanden sei. «China ist ein wichtiger Partner, nicht nur wirtschaftlichklare Worte. Dass das Parlament den Ball zurück an den Bundesrat gespielt habe sei «keine elegante Lösung, die tut weh.» Denn nun stehe die Schweiz noch stärker unter dem Druck einer Grossmacht.

Keine neue Situation

«Es gab immer grössere Mächte, welche die Schweiz unter Druck gesetzt haben und es hat sich immer gelohnt für die Freiheit und Unabhängigkeit des Landes einzustehen.» In dem Sinne sei dies keine neue Situation für die Schweiz, so Maurer. Es gebe aber auch keine Musterlösung für solche Fälle.

Als erfolgreiche Volkswirtschaft und reiches Land ohne Bodenschätze, dürfe die Schweiz generell aber etwas selbstbewusster auftreten. «Wir sind nämlich wirklich gut – und das darf man auch mal sagen.»

50 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    J-P Simon"...in heiler Welt sich auf 2 Dinge beschränken,Ehe(bett)+Kirche,diese das Wort in einer schreckl.Weise für sich monopolisierte",u.wo reine Freundschaft zw.Mann und Frau noch heute praktisch undenkbar ist,wäre da an dieser Stelle nicht auch ein "mea maxima culpa" im Namen der Männerwelt fällig,die rückblickend verstehen müsste,dass was Jt unterdrückt,ob Sex od.Frau,sich in jüngster Zeit ins andere Extrem befreite,nun gewillt ist,sich in Jh langem Prozess ins Gleichgewicht einzupendeln?
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  • Kommentar von JP.Simon Nietzscheaner, Bern
    Dass aus Mist u. Stunk schlechter (Erziehungs)-Erfahrungen etwas Gescheites zu üben u. auf die Leiste zu bringen ist, die immer so hoch ist, wie man in den ersten Lebensjahren, nach der Schule, Berufsausbildung etc mit leeren Händen dagestanden war, ist nichts einzuwenden. Doch es kommt auch auf die Umständen an, die richtigen Leute auf einer Vertrauensbasis um sich zu haben u. man muss auch die Probleme als die Probleme erkennen. Wenn nicht, kumuliert der Sch... wie das Gute auch kumuliert
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    J-PSimon,2.8/2:58"Sinn sehen können od.wollen" Jeder hat nicht nur biol.Mutter+Vater-uU vielleicht einen Hl.Geist.Was auch immer aber vor+nach der Geburt eines Kindes mit ihm geschieht,ihm sind neben verdrängten,schönen Dingen auch Veranlagungen mitgegeben worden,u.die sind,trotz widrigster Erfahrungen im jungen Leben,meistens nicht nur schlecht.Nur muss man sie sehen,kultivieren,gegebene Chancen dazu packen wollen,das wäre bahnbrechend.Vermeintliche Leere entsteht durch blockierende Altlasten.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Und welche Partei hängt so an diesen blockierenden Altlasten?
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