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Parmelin zur Terrorgefahr «Wir hoffen alle, dass in der Schweiz nichts passiert»

Verteidigungsminister Guy Parmelin spricht nach den Anschlägen von Spanien über die latente Gefahr auch hierzulande. Aktuelle Schweizer Grossanlässe hatten ihre Sicherheitskonzepte bereits vor den jüngsten Ereignissen verschärft.

Legende: Video Guy Parmelin zur generellen Terrorgefahr abspielen. Laufzeit 0:32 Minuten.
Vom 19.08.2017.

Verteidigungsminister Guy Parmelin hat sich am Rande der Bruder-Klaus-Feierlichkeiten in Sachseln (OW) zur latenten Terrorgefahr geäussert. Trotz effizienter Vorkehrungen bei hiesigen Grossanlässen sei auch die Schweiz nicht vor vergleichbaren Attentaten gefeit.

«Man muss auch leben»

So seien beispielsweise nach dem Anschlag von Nizza zur Sicherung des Schwingfestes in Estavayer-le-Lac zwar Betonblöcke installiert worden. «Aber man muss auch noch leben», so Parmelin im Interview mit der «Tagesschau». «Wir hoffen alle, dass nichts passiert in der Schweiz, aber leider sieht man, dass überall auf der Welt ein Angriff möglich ist.»

Bereits am Freitag hatte der Nachrichtendienst des Bundes darauf hingewiesen, dass das Risiko für Nachahmungstaten nach Anschlägen im Ausland vorübergehend ansteige. Allerdings müssten solche Nachahmungstäter nicht zwingend aus dschihadistischen Motiven handeln. Das Bundesamt für Polizei steht derweil in engem Kontakt mit den spanischen Behörden.

Legende: Video Sicherheit an Schweizer Stadtfesten abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.08.2017.

Keine Zusatzmassnahmen bei aktuellen Grossveranstaltungen

Gleich mehrere Grossanlässe finden an diesem Wochenende in der Schweiz statt. Anders als in Estavayer-le-Lac nach dem Anschlag von Nizza wurden dafür aktuell jedoch keine zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen getroffen. Bereits zuvor waren weitreichende Vorkehrungen geplant worden:

Badenfahrt: Über eine Million Besucher werden in den nächsten zehn Tagen in Baden erwartet. Während des Festbetriebs sind sämtliche Zufahrtsstrassen mit Betonblöcken abgesperrt. Auch Anlieferungen sind dann nicht mehr möglich. Dieses Sicherheitskonzept wurde laut den Veranstaltern während rund zweier Jahre erarbeitet.

Churer Stadtfest: 90'000 Menschen dürften bis Sonntag das Stadtfest in der Kantonshauptstadt besuchen. Bereits vor einem Monat beschlossen die Organisatoren, Beton-Barrieren zu installieren.

St. Galler Fest: Immerhin 60'000 Menschen werden übers Wochenende in St. Gallen erwartet. Wie schon bei früheren Grossanlässen sperrt die Polizei die Zugänge zu den Gassen mit parkierten Fahrzeugen ab. Aufgrund der veränderten Bedrohungslage waren die Sicherheitsmassnahmen für Grossanlässe in St. Gallen bereits im vergangenen Jahr verschärft worden.

Open Air Gampel: Erstmals sind die Zufahrtswege zum Festivalgelände in diesem Jahr von Betonelementen gesäumt. Zudem gibt es eine verbesserte Beleuchtung der Bereiche ausserhalb des Geländes. Damit sollen allfällige Schleichwege sichtbar gemacht und das unbemerkte Annähern von Personen erschwert werden. Diese Massnahmen wurden laut den Organisatoren bereits nach den Anschlägen in Nizza und Paris geplant.

106 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Ehrlich (DE)
    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es is gleichzeitig ein Eingeständnis des Versagens unseres Verteidigungsministers. Jedes Jahr kommen tausende Migranten in die Schweiz. Wenn sie Asyl geltend machen, können alle bleiben. Von 97% dieser Menschen kennen die Schweizer Behörden die wahre Identität nicht. Sind es nur Moslems oder Islamisten oder gar IS Kämpfer? Trotzdem bleiben sie in der Schweiz, werden grosszügig unterstützt, gepflegt und ausgebildet. Da bleibt nur das Prinzip Hoffnung.
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    "Europa ist verloren" Barcelonas Rabbi ruft alle Juden zur Migration nach Israel auf! Die massenhafte Migration muslimischer und islamischer Menschen aus Nord- und Zentralfafrika sowie Arabien bringt den europäischen Juden das Ende, sagt Rabbi Meir Bar-Hen. Er rät ihnen, nach Israel auszuwandern....... endlich jemand der die Wahrheit spricht!!..
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    1. Antwort von Kurt Meier (Kurt3)
      M.Räumelt , seit wann sind Spekulationen die Wahrheit?
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    2. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      @Kurt Meier. Warum Spekulation? Das Interview stand in mehreren MSM.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Da sich die Schweiz aus Kriegen gegen Terroristen raushält, steht sie sicher nicht zuoberst auf der Liste der Bärtigen. Ausserdem greift kaum einer gerne sein Sparkässeli an. Aber auch unser Land besteht aus lauter "Ungläubigen", die einen westlichen, und somit sündigen Lebensstil pflegen. Und dieser Lebensstil muss ausgerottet werden. Somit besteht auch bei uns Gefahr, ja. Aber ich würde das jetzt nicht auch noch medial herumposaunen, irgendwelche irren Bärtigen könnten sonst geweckt werden.
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