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Schweiz Wird Übergewicht in der Schweiz zur Volkskrankheit?

Beinahe jeder Zweite in der Schweiz ist übergewichtig. Dies geht aus einer neuen Umfrage hervor. Männer sind von dieser Entwicklung stärker betroffen als Frauen.

Übergewichtige Jugendliche treiben in der Turnhalle Sport.
Legende: Mangelnde Bewegung und unausgewogene Ernährung führen laut der Studie insbesondere bei Männern zu Übergewicht. Keystone

Fast jede zweite Person in der Schweiz ist gemäss einer Umfrage übergewichtig. Die offiziellen Empfehlungen zum Früchte- und Gemüsekonsum stossen auf eine eher geringe Resonanz, wie die Studie weiter zeigt.

Für die Studie Menu-CH wurden rund 2000 Erwachsene aus der ganzen Schweiz befragt. Beim Körpergewicht zeigen die Auswertungen des Body Mass Index (BMI), dass 54 Prozent ein normales Körpergewicht haben, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilte. 44 Prozent seien dagegen von Übergewicht betroffen.

Gemüse wird verschmäht

Bei Männern sei der Anteil der Übergewichtigen mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen. Nur rund zwei Prozent der Bevölkerung weisen gemäss der Befragung ein zu niedriges Körpergewicht auf, wobei dies Frauen dreimal häufiger betrifft als Männer.

Legende: Video Schweizer verschmähen Früchte und Gemüse abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.11.2016.

Die offiziellen Empfehlungen zum Früchte- und Gemüsekonsum werden nur schlecht befolgt, wie die Befragung weiter zeigte. Nur gerade 13 Prozent befolgen demnach die Ernährungsempfehlung und essen täglich fünf oder mehr Portionen Früchte und Gemüse.

Etwa 87 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 75 Jahren verzehren demnach täglich eine oder mehrere Portionen Früchte und Gemüse. Gut ein Viertel der Befragten gab an, drei bis vier Portionen pro Tag zu essen.

Neue Ernährungsbroschüre in Arbeit

Die Erhebung wurde vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne im Auftrag des BLV und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) durchgeführt.

Die veröffentlichten Ergebnisse sind Teil einer neuen Broschüre zum Monitoring-System Ernährung und Bewegung des BAG, die in den nächsten Tagen erscheinen wird. Dabei beschränkt sich die Darstellung der Daten zur Ernährung und Bewegung in der Schweiz aber auf die 18- bis 64-Jährigen, was zu anderen Werten führe.

Nach Abschluss der Auswertung von Menu-CH sollen im kommenden Jahr die gewonnenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen umfassend kommuniziert werden.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner (Tom Stone)
    Es gehört zum Ton unserer Zeit, dass jedem gesagt wird, wie er oder sie zu leben hat. Mal schauen, wie der Chef reagiert, wenn die Mittagspause zwecks gesundem Kochen verlängert wird und früher Feierabend eingezogen wird für den Sport. Aber toll, wieder mal eine Studie gemacht.
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  • Kommentar von Ilse König (königin)
    Was mich sehr erstaunt, ist die Tatsache, dass nicht ein Wort darüber verloren wird, dass die Bewegung ebenso wichtig ist wie die richtige und gesunde Ernährung. Im Zeitalter der Büro Jobs bewegen sich Herr und Frau Schweizer einfach viel zu wenig. Auch da sollte eigentlich eine Kampagne gestartet werden. Eine "Dicke Prämie" bei der Krankenkasse ist der erste Schritt.
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  • Kommentar von Sascha Stalder (Sascha Stalder)
    Von Gemüse und Obst wird Man(n) nicht satt und schlank. Entscheidend ist, welche sättigenden Lebensmittel man isst! Zuviel Zucker ist das Problem!
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