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Schweiz Wirtschaft uneins über neuen Schutzstatus

Die Regierung plädiert für einen neuen Status für Ausländer, die nicht heimkehren können, aber auch keinen Flüchtlingsstatus erhalten. Davon erhofft man sich eine schnellere Integration dieser Menschen am Arbeitsmarkt. Dem Bauernverband geht das nicht weit genug, der Gewerbeverband ist skeptisch.

Ein Mann auf einem Feld bückt sich.
Legende: Ein Flüchtling bei der Arbeit auf einem Hofgut. Bald auch für Personen im neuen Schutzstatus vorstellbar? Keystone

Ob Maurer, Schreiner, Bäcker oder Metzger – gerade im Gewerbe werden gut ausgebildete Fachkräfte dringend gesucht.

Gewerbeverband skeptisch

Könnten Asylsuchende künftig diese Lücken schliessen? Beim Schweizerischen Gewerbeverband winkt man ab: «Zu meinen man könne jetzt mit dieser Massnahme die Fachkräfteproblematik lösen, wäre vermessen. Das wird man nicht mehr machen können», erklärt Dieter Klaey, zuständig für das Ressort Arbeitsmarkt beim Gewerbeverband.

Denn es geht vorwiegend um Menschen aus Eritrea, Somalia, Syrien und Afghanistan. Und diese beherrschten weder eine Landessprache noch verfügten sie über eine gute Grundausbildung, betont Klaey. Man müsste zu viel Unterstützungs- und Integrationsarbeit leisten.

Bauernverband unterstützt Bundesrat

Ganz anders tönt es beim Schweizerischen Bauernverband. Für Präsident Markus Ritter geht der Vorschlag des Bundesrates in die richtige Richtung.

Bessere Integration in den Arbeitsmarkt sei eine Win-Win-Situation: heute sind fast 80 Prozent dieser Asylsuchenden von der Sozialhilfe abhängig. Ritter: «Es würde nicht nur bei uns die Staatskasse entlasten. Es würde diesen Menschen dienen. Und an vielen Arbeitsstellen in der Schweiz könnte man mit Leuten, die motiviert wären, eine sinnvolle Tätigkeit verrichten.»

Legende: Video «Schutzgewährung» für Asylsuchende abspielen. Laufzeit 2:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.10.2016.

Meldung bei Vermittlungsstellen

Dabei denkt Ritter natürlich vor allem an die Landwirtschaft. Denn gerade auf dem Feld gäbe es Arbeiten, die keine allzu grosse Einarbeitung voraussetzten. Allerdings – zuerst müsse der Bauer diese arbeitswilligen Leute überhaupt finden. «Dazu ist es notwendig, dass sie eben bei den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen auch gemeldet sind. Dass man weiss, welche Leute mit welchen Qualifikationen und welchen Sprachkenntnissen verfügbar wären».

Dies sei heute noch nicht der Fall, sagt Bauernverbandspräsident Ritter. Aber das könne ja noch werden. Denn noch ist der neue Status für vorläufig Aufgenommene nur ein Vorschlag des Bundesrates, der im Parlament noch zu reden geben wird.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Der Bauernverband, die vielen Bauern, machen einen Grossteil der SVP aus, weshalb auch die "nicht" öko-logisch nachhaltig "miss-wirtschaftende" Bauernschaft soviel Unterstützunng durch diese Partei erhält und damit nicht verdiente Volks-Subventionen "en masse" missbrauchen! Von wegen christlich und volksnah...!? Politfilz, Lobbyismus und Volks-Steuergelder-Verschleuderung! Machtgierige Politik!
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Da bin ich ja gespannt, was die SVP dazu sagt. Feindbild befeuern oder Bauern unterstützen?
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Der sehr gut verdienende CH Bauernverbands-Präsident, ist für einen Einsatz von Asylbewerbern, aber aus reinem Eigennutz! Könnten Asysuchende auf Bauernhöfen arbeiten, würden diese Bauern mit weiteren Zahlungen vom Staat rechnen können! Keine weiteren Volks-Steuergeld-Verschleuderungen an "nicht öko-logisch nachhaltig" wirtschaftende Bauern, welche mit teuren "Super-Traktoren- und Landmaschinen" die "Mini-Felder" traktieren, mit Chemie "en masse" vergiften und damit - Tier und Mensch!
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