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Schweiz Wölfe: Oberster Wildhüter kritisiert Ausrottungspolitik

Die Jagdgesetze sollen geändert werden, damit der Wolf gejagt werden kann. Dies fordert die zuständige Ständeratskommission. Reinhard Schnidrig, Leiter der Sektion Wildtiere des Bundesamtes für Umwelt, kritisiert diese Abschusspolitik massiv. «Das kommt einer Ausrottungsstrategie gleich», sagt er.

Legende: Video Theke: Der oberste Wildhüter äussert massive Kritik abspielen. Laufzeit 8:27 Minuten.
Aus Rundschau vom 10.02.2016.

Die Kommision für Umwelt, Raumplanung und Energie spricht sich für eine Änderung des Jagdgesetzes aus, damit der Wolf gejagt werden kann. Diese Massnahme geht deutlich weiter als die Bestandsregulierung, welche das Parlament noch im vergangenen Jahr beschlossen hatte. In der «Rundschau» hat sich der oberste Wildhüter der Schweiz erstmals öffentlich dazu geäussert.

Legende: Video Feuer frei abspielen. Laufzeit 12:00 Minuten.
Aus Rundschau vom 10.02.2016.

«Widerspricht allen Zielsetzungen»

Der Vorschlag der Kommission sei «ziemlich extrem», so Sektionschef Reinhard Schnidrig. Die Konsequenz wäre, den Wolf ohne Schonzeit jagdbar machen. Das kenne man nur bei den nicht einheimischen Tieren.

Diese Ausrottungsstrategie «widerspreche allen naturschutzpolischen Zielsetzungen und den internationalen Konventionen». Der Bund könnte sich auch nicht mehr an den Schäden in den Kantonen beteiligen.

Bund setzt auf Regulierung

Das BAFU setzt auf eine Regulierungsstrategie und hat dem Gesuch der Kantone St. Gallen und Graubünden um Abschussbewilligung von zwei Jungwölfen aus dem Calandarudel zugestimmt.

Begründet wurde dies damit, dass die Tiere immer mehr die Scheu verlieren und in Siedlungen auftauchen. Damit wachse das Potenzial zur Gefährdung von Menschen. Mit dem Abschuss zweier Jungwölfe wollen die Kantone eine Verhaltensänderung des Rudels bewirken.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von pius winiger (süsse maus)
    Es ist keine Frage des Artenschutzes oder der Biodiversität. Es ist "lediglich" eine Frage des Respekts vor der Würde und dem Leben eines anderen Lebewesens. Es ist ja auch relativ schnell analysiert. Die Jägerzunft geht gerne nach draussen und schiesst gerne auf Tiere. Für dieses Hobby haben sie eine Lobby in Bern installiert. Dies ist doch mal ein schönes Beispiel für das Vorbilddenken von Erwachsenen...Ach ja, ich habe einen anderen Ansatz: Ich lerne gerne den Umgang mit anderen Lebewesen.
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  • Kommentar von H Gemperle (HGA)
    Im Beitrag heisst es "Die Kommision für Umwelt, Raumplanung und Energie spricht sich für eine Änderung des Jagdgesetzes aus, damit der Wolf gejagt werden kann" Weiss nun gar nicht, was der Wolf mit Energie zu tun hat oder beschädigen die Wölfe die Stauseen oder die Hochspannungsleitungen? Eine echt Energiegeladene Kommission.
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Wer war zuerst da? Der Wolf oder der Mensch?
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