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Schweiz Wolf schlägt im Wallis wieder zu

Der Wolf hat in der Region Goms erneut mehrere Schafe gerissen. Acht Schafe wurden diese Woche im Oberwallis tot aufgefunden. Damit steigt die Zahl der gerissenen Schafe auf 28.

Im Wallis steigt der Unmut der Bevölkerung zusehends. Auslöser für den Zorn ist der Wolf. Immer mehr Behörden fordern daher den Abschuss des Tieres.

Der neuste Fund von acht gerissenen Schafen wird die Debatte zusätzlich anheizen. Die Tiere wurden in der Region Obergoms gefunden, wie der zuständige Wildhüter Hubert Blatter auf Anfrage der Tagesschau bestätigte. Dies obwohl ein Herdenschutzhund bei den Tieren war. Die Zahl der getöteten Schafe steigt im Goms damit auf 28 an.

Abschuss oder nicht?

Ob es der Wolf M35 war, der die Schafe gerissen hat, ist noch nicht sicher. «Wir gehen davon aus, dass es sich um den M35 handelte», sagte Blatter. Allerdings könne erst eine DNA-Probe Klarheit bringen.

Sollte sich der Verdacht bestätigten, könnte es für M35 ungemütlich werden: Wenn ein Wolf innerhalb eines Monats 25 Schafe reisst und die vorgeschriebenen Präventionsmassnahmen eingehalten wurden, kann der Wolf zum Abschuss freigegeben werden. Dieser Entscheid liegt nun beim Kanton.

Legende: Video Keine Wolfsfreien Zonen im Wallis abspielen. Laufzeit 3:15 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.06.2013.

Was sich Wolf erlauben kann

Bund und Kantone entscheiden, wann ein Wolf abgeschossen wird. Einige Eckpfeiler auf der Sündenliste sind umstritten. Mehr dazu lesen Sie hier.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    wohin mit den renitenten Tierschützern????
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  • Kommentar von Markus Imhof, Brig
    Es wird langsam Zeit, dass man den Wolf, den Bär und die schwachköpfigen Tierschützer, die total vergessen haben, dass wir uns in der kleinen, sehr dicht erschlossenen Schweiz befinden, allesamt nach Kanada oder Alaska umsiedelt. Dort finden neben den bedauernswerten, zivilisationsgeschädigten Wildtieren, sicherlich auch die geistig entrückten möchtegern Tierschützer eine neue und artengerechte Umwelt.
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    1. Antwort von Ulrich Heimberg, Niederhünigen
      Sollen doch alle schiesswütigen Walliser in die Wildnis verschwinden. Es geht sowieso hauptsächlich nur darum, sich von Bundesbern nichts sagen lassen zu wollen. Dies kennen wir doch längst vom Gurtenobligatorium beim Autofahren, von der Helmtragepflicht usw.,usw. Mit demokratischen Entscheiden hatten sie schon immer grosse Mühe. Schafe unbeaufsichtigt in Berggebieten in grosser Höhe waren schon immer ein Problem (z.B. Gemsblindheit) Wie viele Schafe sterben laut Statistik einen natürlichen Tod?
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    2. Antwort von Elisabeth Hasler, Zürich
      @U. Heimberg: Wann gab es einen demokratischen Entscheid pro oder kontra Grossraubtiere in der CH? Aber an der Zeit, einen solchen via Initiative herbeizuführen, ist es. Ich unterschreibe sofort. Die Walliser als "schiesswütig" zu titulieren, ist daneben & offenbart nur die Hilfslosigkeit Ihrer Argumentation. Wird jemand angegriffen & in seinen Rechten verletzt (z.B. Eigentumsgarantie, Schutz von Leib & Leben usw.), hat er das Recht sich zu wehren. Die Grossraubtieransiedelung ist eine Zumutung.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    E.Hasler"wieso gibt es keine Mitbestimmung der Direktbetroffenen?"Fragen Sie sich,wieso Sie Ihre Existenz auf Erden höher bewerten als die anderer Lebewesen.Wieso informiert sich eine intellig.Frau nicht über die Notwendigkeit einer intakten Natur u.ihrer so bedeutungsvollen Artenvielfalt,über Symbiose?Eliminieren Sie all Ihre Helfer,die in u.auf Ihrem Körper leben,so wie es die Menschheit in grossem Stil auf unserem Planeten tut,Sie werden nicht überleben!Natur gehört uns nicht,niemals!
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    1. Antwort von Elisabeth Hasler, Zürich
      Frau Hermann, Ihre Argumente sind keine, bzw. sie sind mehr Ideologie als pragmatische Lösungssuche. Mit ideologisch-pauschalisierenden WeltumkehrerInnen kommt man nicht weiter. Elegien auf einen imaginären, behauptet besseren Weltzustand mit totalitären Background sind de facto nutzlos, ausser als Feigenblatt für jene, die im Hier & Jetzt nicht die kleinen Schritte zur Verbesserung wagen wollen und statt dessen die Moralkeule schwingen. Sonst beharren Sie doch immer auf Demokratie & Mitsprache?
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Genau,E.Hasler,Mitsprache!Und weil nunmal Umwelt+Mitgeschöpfe sich leider nur bedingt äussern können,ist ihr Schutz in der BV verankert.Lesen Sie nur schon die Präambel:"in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung...die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen..."Heuchelei pur im Namen Gottes,Sie haben die Art.der BV nicht gelesen!Wir treten sie konstant mit Füssen,das ist Realität.Die Folgen Ihrer Ansicht von Demokratie erlebe ich tagtägl.bei meiner Arbeit,von wegen Elegien.
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    3. Antwort von R. Trösch, Seeland
      @Hasler Die Argumente von B. Hermann sind sehr wohl stichhaltig. Der Wolf als Raubtier hat seinen Platz in der Nahrungskette, (er jagt selektiver als der trophäengeile Jäger) das überflüssige Glied ist das Schaf. Es verbreitet die Gamsblindheit und schädigt die Alpenflora durch Übernutzung. Wir sollten uns fragen, ob es noch Sinn macht, ein Nutztier zu halten das nur durch Subventionen rentabel ist (die Verwertung der Wolle ist in der CH nicht rentabel und wird vernichtet).
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    4. Antwort von Elisabeth Hasler, Zürich
      @ R. Trösch:Schafe gehören zum Berggebiet, ihr Verschwinden mit Folgeerscheinungen wie Verbuschung der Alpweiden wäre für die CH ein Riesenverlust - kulturell, ideell & wirtschaftlich-touristisch. Ich bin für die Kulturlandschaft & die dezentrale Besiedelung. Dörfer, in denen man leben kann, ohne Angst haben zu müssen. Es ist eine absolute Anmassung, dass zu 100% an die topographischen Gegebenheiten adaptierte Haustiere, die eine wichtige Funktion erfüllen, verschwinden sollen wegen Raubtieren.
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