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Schweiz Wurst darf wieder ganz schweizerisch sein

Därme von Schweizer Rindern dürfen wieder als Wursthüllen verwendet werden. Der Bundesrat hat die Liste der BSE-Risikomaterialien gekürzt.

Würste in einer Fabrik
Legende: Das BSE-Risiko ist in der Schweiz laut der Weltorganisation für Tiergesundheit «vernachlässigbar». Keystone

Gute Nachricht für Wurstfreunde: Därme von Schweizer Rindern dürfen ab dem 1. Dezember dieses Jahres wieder für Wursthüllen verwendet werden. Der Bundesrat hat eine entsprechende Änderung der Tierseuchenverordnung verabschiedet. Die Därme dürfen demnach nicht nur für Würste, sondern auch als Heimtierfutter verwendet werden.

Dem bundesrätlichen Entscheid ging voraus, dass die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) die Schweiz im Mai als «Land mit vernachlässigbarem BSE-Risiko» eingeteilt hatte. Deshalb können die Därme nun von der Liste der BSE-Risikomaterialien gestrichen werden.

Cervelats mit brasilianischen Därmen

Für die hierzulande beliebten Cervelats werden allerdings keine Schweizer Därme, sondern jene von brasilianischen Zebu-Rindern verwendet. Als die EU 2006 wegen BSE-Gefahr ein Importverbot für Rinderdärme aus Brasilien verhängte, sah die Schweiz den Cervelat in Gefahr. 2012 gab es allerdings Entwarnung, denn das BSE-Risiko für Brasilien wurde als vernachlässigbar eingestuft und der Import der Därme wieder erlaubt.

Die Rinderseuche BSE wurde in der Schweiz erstmals 1990 diagnostiziert. Die Krankheit war vom Ausland, insbesondere aus Grossbritannien, eingeschleppt worden. 1996 wurde bekannt, dass die Krankheit vom Tier auf den Menschen übertragen werden und eine Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen kann.

Neu Meldepflicht für Geflügel

Zur Bekämpfung der Rinderseuche wurde im Jahr 2000 die Tierverkehrsdatenbank TVD aufgebaut, in der sämtliche Rinder erfasst werden. Seit Anfang 2011 umfasst die Datenbank auch Schweine und Equiden, zu welchen Pferde, Esel und Zebras gehören.

Neu müssen auch Hühner in der TVD erfasst werden – auch diese Änderung des Tierseuchenverordnung verabschiedete der Bundesrat. Sie tritt ebenfalls am 1. Dezember in Kraft. Geflügelhaltungen ab einer gewissen Grösse unterstehen ab dann einer Meldepflicht.

Insbesondere Salmonelleninfektionen könnten damit besser überwacht werden. Falls es zu einer Seuche komme, könnten schneller Massnahmen dagegen ergriffen werden.

Gesamtdauer für Tiertransporte auf acht Stunden gekürzt

Eine Erleichterung gibt es auch beim Tiertransport gemäss Tierschutzverordnung (TschV):So muss neu nicht mehr jeder Transport schriftlich dokumentiert werden, sondern nur noch solche von Klauentieren und Tieren, die zur Schlachtung bestimmt sind.

An der maximal erlaubten Fahrzeit von sechs Stunden wie auch an der Maximaldauer von Fahrtunterbrüchen von insgesamt vier Stunden ändert sich nichts. Die gesamte Transportdauer, also die Fahrzeit samt Unterbruch, wird dagegen um zwei auf acht Stunden gekürzt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Alle waren sie voll des Lobes für EWS. Man könnte meinen, sie wäre unersetzbar. Nun richten sich kritische Augen auf die SVP,, der man in Sachen BR-Kandidatur Forderungen stellt. So muss der SVP Kandidat/Kandidatin für alle andern wählbar sein, d. h. ihre Parteibüchlein mittragen. Wurde schon mal der SP befohlen, was sie für einen BR Kandidaten/Kandidatin zur Wahl präsentieren musste? Der Provokateur Christian Levrat SP wäre wahrscheinlich problemlos als BR Kandidat akzeptiert.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Naja, letztendlich ist es wurst, wer in Bern regiert. Würste schaden übrigens ihrer Gesundheit und können Krebs auslösen.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Gar kein Fleisch ist natürlich nicht zu machen. Trotzdem sind zwei Dinge mehr als Signifikant. Die Umwelt und der Wasserverbrauch und die Gesundheit bei einem zu hohen tierischen Eiweissverzer. Ich will ja niemanden den Spass verderben. Erwähnenswert ist es aber trotzdem. und dann wären da noch die Gesundheitskosten. http://youtu.be/PyejhJeInzQ
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