Zum Inhalt springen
Inhalt

Interaktive Karte für Wanderer Z' Berg ohne Angst vor dem Hund

Wer eine Bergwanderung plant, kann neu per Mausklick sehen, ob die geplante Wanderroute durch ein Gebiet führt, in dem Herdenschutzhunde Schafe vor dem Wolf bewachen.

Legende: Audio Online-Karte zeigt, wo Schutzhunde wachen abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
02:22 min, aus SRF 4 News aktuell vom 01.07.2017.

Immer mehr Schafhalter setzen auf Hunde beim Herdenschutz – rund 50 Hunde wurden dafür im letzten Jahr ausgebildet. Damit häufen sich die Konflikte auf den Wanderwegen in den Bergen, denn viele Wanderer fühlen sich von den Hunden bedroht.

Nun haben das Bundesamt für Umwelt BAFU und die Schweizerischen Wanderwege im Internet eine Karte veröffentlicht, Link öffnet in einem neuen Fenster, die zeigt, wo die bewachten Schafherden mit Schutzhunden sind – und wo die Wanderwege durchführen.

Wenn der Wanderer keinen Herdenschutzhunden begegnen will, kann er seine Touren nun so planen, dass er sie umgeht.
Autor: Martin BaumannHerdenschutzbeauftragter BAFU

Die Karte richtet sich zum Beispiel an Menschen, die selbst mit eigenen Hunden unterwegs sind oder Angst vor ihnen haben. Denn wer unterwegs einem Schutzhund begegnet, muss wissen, wie reagieren.

Die Hunde stellen sich dem Wanderer in den Weg, bellen laut und wollen ihre Schafherden beschützen. Für den Wanderer heisst das: Ruhig stehen bleiben, warten, bis sich der Hund beruhigt hat und dann langsam die Herde umgehen oder, wenn es der Weg nicht anders erlaubt, umkehren.

Wanderer gehen mit Steinen und Gewehren auf Hunde los

Gefährlich seien die Herdenschutzhunde nicht, betont Martin Baumann vom Bundesamt für Umwelt. Er weiss von 5-10 Zwischenfällen pro Jahr, bei denen ein Herdenschutzhund nach einem Menschen geschnappt habe, doch ernsthafte Verletzungen habe es bis jetzt in der Schweiz nicht gegeben.

Und nicht immer sei der Hund schuld an einem Konflikt. «Es werden Steine geworfen, es wird mit Knüppeln auf die Hunde eingeschlagen. Hunde wurden schon mit Feuerwerkskörpern beschossen oder gar mit Gewehren erschossen oder vergiftet.»

Karte
Legende: Ab Herbst soll die interaktive Karte auch als App verfügbar sein. BAFU , Link öffnet in einem neuen Fenster

Und die Schutzhunde selber haben eben niemanden, der sie beschützt – vielleicht kann die Karte einen Beitrag dazu leisten. Die interaktive Wander- und Herdenschutz-Karte wird auf den Internetseiten des BAFU und der Schweizerischen Wanderwege laufend aktualisiert. Ab Herbst soll sie auch als App fürs Smartphone erscheinen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.