Zum Inhalt springen

Schweiz Zahl der Asylgesuche schnellt nach oben

Die Zahl der eingereichten Asylgesuche ist innerhalb eines Monats um rund 30 Prozent gestiegen. Im Juli stellten rund 2900 Menschen ein entsprechendes Gesuch in der Schweiz.

Legende: Video BFM-Direktor zum starken Anstieg der Asylzahlen. abspielen. Laufzeit 01:01 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.08.2014.

In der Schweiz hat die Zahl der eingereichten Asylgesuche innerhalb eines Monats um rund 30 Prozent zugenommen. Nach Angaben des Bundesamtes für Migration (BFM) gingen im Juli 2911 Gesuche ein. Im Juni waren es 2234.

Deutlicher Anstieg der Gesuche von Eritreern

Die meisten Gesuche – insgesamt 1480 – stammten aus Eritrea. Auch das entspricht einem deutlichen Anstieg zum Juni: Im Vergleich zum Vormonat waren es 44 Prozent oder 455 Gesuche mehr.

Das BFM nennt dafür zwei Gründe: Zum einen trafen im Juli rund 24'000 Menschen auf dem Seeweg in Italien ein, fast ein Drittel von ihnen Eritreerinnen und Eritreer. Ein grosser Teil von ihnen reiste von Italien in andere europäische Staaten weiter – unter anderem eben in die Schweiz.

Zum anderen hat der starke Anstieg der eritreischen Gesuche auch bürokratische Gründe. Der Andrang von Eritreern hatte bereits im April begonnen. Weil den Schweizer Behörden aber vorübergehend zu wenige Dolmetscher zur Verfügung standen, konnten ungefähr 200 Gesuche aus dem Juni erst im Juli bearbeitet werden und wurden auch erst für diesen Monat erfasst.

Weniger Gesuche aus Syrien

Zweitwichtigstes Herkunftsland der neu eingereisten Asylbewerber war Syrien mit 232 Gesuchen, 17 Prozent weniger als im Juni. Dahinter folgten Sri Lanka mit 141 Gesuchen (plus 60 Prozent), Somalia (107 Gesuche, plus 32), Nigeria (84, plus 38), Afghanistan (61, plus 69 Prozent) und Marokko (56, plus 27 Prozent).

Ein Land wie ein Gefängnis

Ein Land wie ein Gefängnis

Eritreer suchen zu Tausenden Asyl in der Schweiz. Sie fliehen aus einem Land, in dem Folter an der Tagesordnung ist. mehr

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

47 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    da unsere Regierung nicht fähig ist, zwischen echten und unechten Asylanten zu unterscheiden und die unechten auszuschaffen, werden wir in ein bis zwei Jahren massive Probleme haben. Frau Sommaruga hat den Überblick schon lange verloren. Die Eritreer werden für uns ein grosses Problem, denn genau die halten sich nicht an unsere Gesetze. Frau Sommaruga soll dann, wenn die Lage eskaliert zur Veranbtwortung gezogen werden. Verblendete Politiker richten mehr Schaden an als dass sie Gutes tun.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    Die Lösung des Asylproblems wurde jahrelang "verschlafen". Die SVP-Asyl-Initiative geht in die richtige Richtung, muss allerdings um einen wichtigen Baustein ergänzt werden. Die Schweiz sollte in Abstimmung mit der EU und direkten Verhandlungen mit den wichtigsten EU-Einreiseländern (ITALIEN / GRIECHENLAND / SPANIEN) aus humanitären Gründen, von der Schweiz selbst festzulegende Kontingente, bereits schriftlich erfasste Asylsuchende aus den Einreiseländern übernehmen. Für andere KEINE Einreise.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Schenk, Aarau
    Das kann doch nicht sein....gestern war ich in einem Audioshop, ich glaube es einfach nicht. Da bedienen sich mehrere sehr gut gekleidete (was ihnen ja auch zusteht) Eritreer mit teuerster Elekronik wie Kaffeemaschine, Steroanlage, Handys, und und... wer bezahlt das? Bitte verschohnt mich mit der Aussage, Einzelfälle. Unser Land ist un bleibt zu attraktiv. Diese Menschen werden nie und nimmer mal etwas zum Wohlergehen der CH beitragen, und versperren den richtigen Flüchtlingen den Weg.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen