Zahl der Betrugsfälle am Bancomat sinkt

Der Datenklau am Geldautomat hat deutlich abgenommen. Vorsicht ist dennoch geboten, denn längst werden nicht nur die Automaten der Banken manipuliert. Auch an der Tankstelle oder beim Kauf eines Bahn-Tickets kommt es zum Skimming.

Die Skimmingfälle in der Schweiz sind deutlich gesunken. 369 Fälle registrierte die Polizei 2012. Im Jahr 2011 verzeichneten die Beamten noch deren 586. Insbesondere die Anzahl der manipulierten Bancomaten nahm ab.

Manipuliert wurden Bancomaten, SBB-Automaten sowie Zahlterminals bei Tankstellen und Detailhändlern wie Coop oder Migros.

Banken haben gehandelt

Dafür seien vermehrt Türöffnungssysteme zu Indoor-Bancomaten manipuliert worden, erklärte ein Sprecher der Transaktionsverarbeiterin SIX. Hier ist die Zahl der von SIX registrierten Fälle von 58 auf 87 geklettert. Da die Banken aber Anpassungen an den Türsystemen vornahmen, kam es in den letzten drei Monaten des Jahres 2012 zu keiner neuen Manipulation.
 

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Skimming: So gehen die Gauner vor

5:52 min, aus Kassensturz vom 26.6.2012

Stark zugenommen haben die Skimmingfälle bei Tankstellen, vor allem bei den unbewachten. Hier stieg die Zahl der Manipulationen bei von SIX betriebenen Zahlterminals von 11 auf 93.

Bei den Detailhandelsläden kletterte die Zahl von 4 auf 18. Hier komme es vor, dass sich die Betrüger über Nacht im Laden einschliessen liessen und sich dann in Ruhe den Zahlterminal an der Kasse vornähmen, sagte der SIX-Sprecher.