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Schweiz Zehn Jahre Kampf mit harten Bandagen

Gegen Lohndumping, gegen Spardruck, für mehr Sicherheit der Arbeitnehmer: Seit zehn Jahren setzt sich die Unia für solche und andere Anliegen ein. Sie setzt damit fort, was als Idee vor mehr als hundert Jahren begonnen hat. Doch ihre Methoden stossen auch auf Kritik.

Legende: Video 10 Jahre Unia abspielen. Laufzeit 2:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.12.2014.

Die Unia feiert heute ihr zehnjähriges Bestehen. Zu ihren grössten Erfolgen zählt die heute grösste Gewerkschaft der Schweiz:

  • Die frühzeitige Pensionierung in der Baubranche
  • Den 13. Monatslohn im Gastgewerbe
  • Erstmals Mindestlöhne im Gesamtarbeitsvertrag der Metall-, Elektro-, und Maschinenindustrie

Künftig will die Unia ihr Engagement vor allem im Dienstleistungssektor ausweiten. Aber: «Eine grosse Herausforderung ist es, dass auf Arbeitgeberseite immer mehr Manager am Ruder sind, gerade in globalen Unternehmen, die von Sozialpartnerschaft nicht viel verstehen», sagt Vania Alleva, Co-Präsidentin der Unia.
Andererseits sei man mit Arbeitgeberverbänden konfrontiert, die immer ideologischer unterwegs seien und so ein sozialpartnerschaftlicher Dialog schwierig sei, so Alleva weiter.

Offen für den Dialog sei man sehr wohl, sagt Roland A. Müller, Direktor des Arbeitgeberverbands. Viel mehr sei es die Unia, die die Sozialpartnerschaft strapaziere.

«Zur Zeit ist das Verhältnis zwischen den Sozialpartnern etwas belastet», so Müller. Dies sei nicht zuletzt darauf zurück zu führen, dass die Gewerkschaften fusioniert haben zur Unia. Medienwirksam trage die Unia den Konflikt in die Öffentlichkeit, anstatt ihn sozialpartnerschaftlich am Verhandlungstisch zu lösen, sagt er weiter.

Es geht weiter ...

Die Unia zeigt sich auch heute unbeiirt: Die rund 200 Delegierten der Unia beschlossen in Bern, die Frauendemonstration für Lohngleichheit vom 7. März aktiv zu unterstützen. Die Arbeitgeber müssten unter Sanktionsandrohung verpflichtet werden, die Lohngleichheit umzusetzen, so die Unia.

Der Vorschlag des Bundesrates, die Unternehmen zu verpflichten, die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen regelmässig zu analysieren und durch Dritte kontrollieren zu lassen, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Doch genüge diese Massnahme allein nicht, um die Lohngleichheit endlich durchzusetzen, die seit 33 Jahren ein verfassungsmässiges Recht sei.

Zehn Jahre Unia

2004 ist die Unia aus einem Zusammenschluss der Gewerkschaften der Metall- und Uhrenarbeiter sowie der Handels- und Dienstleistungsberufe entstanden. Treibende Kraft der Fusion war die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI). Mit über 200'000 Mitgliedern ist die Unia die grösste Gewerkschaft der Schweiz.

29 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Was mich interessieren würde ist, wieviel zahlende Mitglieder hat die UNIA ? Bringen tut dieser Verein einem Schweizer "Büezer" nichts und auch gar nichts. Die UNIA will in die EU, redet jemand von Streik bekommen die Gewerkschaftsführer glänzende Augen und stottern, Bringt nichts und gar nichts.
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    1. Antwort von T. Hofer, Rosshäusern
      Die Anzahl zahlende Mitglieder ist längst nicht mehr relevant. Denn dank den viel gelobten flankierenden Massnahmen zahlen alle Betriebe und jeder Arbeitnehmer einer Branche, in der ein GAV für allgemeinverbindlich erklärt wird. Wieviel dabei rum kommt ist natürlich, wie bei parastaatlichen Institutionen so üblich, nicht öffentlich einsehbar. Groben Schätzungen zufolge dürfte es aber mittlerweile um ein vielfaches mehr sein als die Beiträge der Mitglieder allein einbringen würden.
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  • Kommentar von Hans Berger, Bern
    Wohl der schlimmste Arbeitgeber der Schweiz. Das alleine zeigt schon wie verlogen diese Linke Organisation ist!!!!
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    1. Antwort von Geri Meier, Winterthur
      Die UNIA lässt sogar Hotel-Angestellte unter dem Mindestlohn arbeiten! Das ist typisch Links. So bald es ums eigene Konto geht, kennen die Linken kein Pardon - siehe Kiener-Nellen - auch im selben Club!
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  • Kommentar von T. Hofer, Rosshäusern
    Ein wichtiges Kapitel fehlt bei der "Geschichte der Arbeiterbewegung", die Entwicklung in jüngster Zeit: Im Zuge der Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit werden in immer mehr Branchen Gesammtsarbeitverträge für allgemeinverbindlich erklärt. Die damit verbundenen Zwangsabgaben für alle Betriebe und Arbeitnehmer spülen viel Geld in die Kassen der Gewerkschaften, was diese animiert möglichst viele - leider zunehmend auch für den Arbeitnehmer nachteilige - GAVs abzuschliessen.
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    1. Antwort von Hanspeter Schwarb, Eiken
      Die flankierenden Massnahmen sind wichtig um die Löhne zu sichern. Sonst könnte ein Handwerker aus Polen zu dortigen Preisen mitbieten. Wenn Sie nun mokieren , das machen sie trotzdem , weil es nicht zu kontrollieren ist, dann weise ich Sie darauf hin, dass es die SVP ist , welche die Mittel für zusätzliche Kontrolleure verhindern will. Ebenso kämpften die National Konservativen gegen die Solidarhaftung. Das müssten Sie fairerweise auch erwähnen
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    2. Antwort von T. Hofer, Rosshäusern
      @Hanspeter Schwarb: Schön, dass Sie sich die Zeit nehmen auf meinen Kommentar zu antworten. Schade, dass Sie sich dabei nicht im Geringsten auf dessen Inhalt beziehen. Ihr Hinweis betreffend einer Aussage, rein für den Fall dass ich diese denn machen wollte, grenzt an Unterstellung. Mit Ihren Äusserungen mögen Sie vielleicht richtig liegen. Mit der Geschichte der Gewerkschaften haben diese aber genausowenig zu tun, wie sie auch nicht im Widerspruch zu meinem Beitrag stehen!
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