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Zucker, Fett und Salz Konsumenten wollen Ampelsystem – und nicht Steuern

  • Wenn es nach den Konsumenten geht, sollen Lebensmittel, die Zucker, Fett oder Salz enthalten, nicht zusätzlich besteuert werden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.
  • Konsumentinnen und Konsumenten bevorzugen verständliche und transparente Produkteinformationen.
  • Eine gesetzliche Ampelkennzeichnung auf allen Lebensmitteln erhält Zustimmung von fast zwei Dritteln der Befragten.

Schweizer leben gerne gesund. Doch bei der Besteuerung von zucker-, salz- oder fetthaltigen Lebensmitteln ziehen sie die Reissleine, wie eine Umfrage zeigt. Vielmehr setzen Konsumenten auf Eigenverantwortung und auf Transparenz von Seiten der Lebensmittelproduzenten.

Die Abneigung gegen eine Lebensmittelsteuer ist nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr lehnten zwei Drittel der Befragten die Steuer ab. Dieses Jahr wurde der Monitor Ernährung und Bewegung zum sechsten Mal durchgeführt. Die Auswertung zeigt: 2019 sind sogar drei Viertel gegen eine Steuer.

Zur Studie

Der Monitor Ernährung und Bewegung wurde vom gfs.bern im Auftrag der Informationsgruppe Erfrischungsgetränke erhoben. Die Informationsgruppe ist ein Zusammenschluss von Vertretern der Erfrischungsgetränkebranche.

Transparenz vor Steuern

Im Gegensatz zu Steuern wünschen sich Konsumentinnen und Konsumenten verständliche Informationen auf den Produkten. Fast zwei Drittel der Befragten befürworten eine Ampelkennzeichnung auf den Lebensmitteln als gesetzlichen Standard.

Auch ohne Ampelkennzeichnung tut sich etwas in der Getränkebranche: Von 2005 bis 2015 wurde der Zuckeranteil in den bestehenden Getränken um 13 Prozent gesenkt. Ausserdem ist bis zum nächsten Jahr eine Reduktion um weitere sieben Prozent geplant.

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