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Schweiz Zürich-Lugano in knapp zwei Stunden

Die SBB stellt ihr Fahrplankonzept auf der Gotthard-Strecke vor. Passagiere sollen von deutlichen Zeitersparnissen profitieren. Die Zugfahrt von Zürich nach Lugano soll ab 2020 weniger als zwei Stunden dauern.

Schweizer Karte mit Gotthard- und Ceneri-Basistunnel.
Legende: Der Gotthard-Basistunnel soll Ende 2016 in Betrieb gehen, der Ceneri Ende 2019. SRF

Der Dezember 2016 scheint noch weit weg zu sein. Nicht aber für die Planer der SBB. Sie kümmern sich um den Dezember 2016 als wäre es übermorgen. Dann wird nämlich der Gotthard-Basistunnel dem kommerziellen Betrieb übergeben.

Die Gotthard-Bergstrecke ist 90 Kilometer lang, sie führt durch 65 Tunnel und über 223 Brücken. Im Dezember 2016, nach der Eröffnung des Basistunnels, wird am Gotthard ein neues Eisenbahnzeitalter beginnen – mit einem Zug pro Stunde.

Weniger als zwei Stunden

Damit sollen Passagiere deutlich an Zeit sparen auf dem Weg ins Tessin. Heute dauert die schnellste Verbindung von Zürich nach Lugano 2 Stunden und 37 Minuten. Ab 2020 sollen die Züge die Strecke in weniger als zwei Stunden zurücklegen.

Rund drei Jahre nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels soll auch der Ceneri-Basistunnel zwischen Bellinzona und Lugano folgen. Die Arbeiten am Ceneri sind allerdings ein halbes Jahr im Rückstand, wie die Neat-Aufsichtsdelegation in ihrem Bericht 2012 festgehalten hatte.

Neue Züge für 800 Millionen

Die SBB legt mehr Gewicht auf Verbindungen ins Tessin. Gemäss einer Medienmitteilung verkehren heute rund 9000 Passagiere täglich über die Gotthard-Strecke. Bis 2020 rechnet die SBB mit mindestens 15‘000 Menschen. Vier Personenzüge sollen dereinst pro Stunde durch den Basistunnel rollen – jede halbe Stunde zwei gen Norden und zwei gen Süden. Die SBB kauft 29 Gotthard-Züge für gut 800 Millionen Franken.

Auch die norditalienische Modemetropole Mailand wird durch das Projekt per Bahn schneller erreichbar. Ab 2020 soll die Fahrzeit ab Zürich weniger als drei Stunden betragen. Heute dauert die schnellste Verbindung 3 Stunden und 41 Minuten.

Zwischen Ende 2016 und 2020 gilt ein Baustellenfahrplan. Die Verbindungen sollen nach und nach schneller werden.

8 Kommentare

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  • Kommentar von marianne Roe, Gwatt
    Man könnte dieses Vorgehen "gefangen im Rad des Hamsters" nennen. Denkt denn keiner an einen Bau-, Geschwindigkeits- und Bevölkerungsstopp. Heute ist es sehr einfach aus einem Unternehmen alles zu pressen und Wachstum zu erreichen. Was heute eine Herausforderung ist, ist mit einem Betrieb gut zu bestehen ohne zu wachsen, und evtl. sogar etwas kleiner werden, damit mehr Sicherheit geboten werden kann.
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  • Kommentar von lena meier, Brugg
    So langsam dürfte es auch dem letzen dämmern, dass jede ausgebaute Strasse zu mehr Verkehr führt und jede schnellere Zugstrecke dazu, dass die Leute immer öfter immer weiter fahren. Neu sollen wohl auch noch die Italiener in Zürich arbeiten und pendeln wie so viele Deutsche. Toll? Immer mehr Infrastruktur und immer mehr Leute - nein danke!
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  • Kommentar von NicoLas Leutenegger, Fislisbach
    Mein Meinung ist die Flirts sollen im Flachland bleiben weil die weniger sitz plätze haben wie die Interregio am besten wäre es die alten Einhetswagen I/II auf der Gotthardbergstrecke einsetzen und so mit Re 4/4II (420) zu bespannen. Wäre für die Bahnfans schöner weil man die Fenster öffnen kann.
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