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Schweiz Zug, Schafhausen, Daillon: Steigt die Zahl solcher Gewalttaten?

Die Bluttat im Wallis mit drei Toten weckt Erinnerungen: Bereits in der Vergangenheit sind in der Schweiz zahlreiche Menschen Opfer einer Schiesserei geworden. Doch: Obwohl die Medien häufig über solche Ereignisse berichten – die Anzahl Gewalttaten mit Schusswaffen ist rückläufig.

Solche Gewaltakte wie im Wallis kommen selten vor. Deshalb ist es laut Strafrechtsprofessor Martin Killias auch unmöglich zu sagen, ob diese in den letzten Jahren zugenommen haben. Klar sei jedoch: Die Schusswaffengewalt allgemein ist in der Schweiz rückläufig.

Stärkere Personenkontrolle

Killias führt dies auf die verbesserte Gesetzeslage zurück: «Die Armee wurde verkleinert, die Soldaten besitzen keine Munition mehr und werden stärker überprüft.» Zudem sei der zivile Waffenbesitz ebenfalls stark eingeschränkt worden. «Doch Extremereignisse sind ein anderes Kapitel», so der Experte.

Der Fall im Wallis zeige aber, dass das System an seine Grenzen gestossen sei. Ein System, das auf der Kontrolle der Personen beruhe, nicht auf der der Waffen. Man habe dem Schützen zwar die Waffe weggenommen – «aber das nützt nichts, wenn man ihn nicht laufend kontrolliert.»

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Ein Hinseher, Kleinbösingen
    Ich wüsste gerne, wer von der Verwandtschaft oder Bekannten des Todesschützen wusste, dass er sich wieder Waffen beschafft hat. Ich kann nicht glauben, dass in einem so kleinen, engen Ort niemand etwas gesehen hat.
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  • Kommentar von U.Romer, Zürich
    Es gibt zu viele Waffen in privaten Haushalten. Strengere Kontrollen und Abgabevorschriften sind nötig, verhindern aber Gewaltverbrechen dieser Art nicht. Seit Jahren immer die gleiche Leier: Wenn es passiert ist, kriechen die Waffengegner aus ihren Löchern. Sobald das Thema wieder aus den Schlagzeilen verschwunden ist, tauchen sie wieder unter.
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  • Kommentar von S. Keel, Ittigen
    Beschaffung und Besitz von Waffen müssen eingeschränkt und besser kontrolliert werden - im zivilen und im militärischen Bereich. Damit werden die leidvollen Auswirkungen von Gewalttaten minimiert. Lasst uns die Zeichen der Zeit erkennen und die Gesetze anpassen. Zum Schutz der Bevölkerung.
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    1. Antwort von Urs Dupont, Küsnacht
      Ihr Vorschlag ist blauäugig und löst das Problem überhaupt nicht. Auch dieses schlimme Verbrechen im Wallis wäre damit nicht verhindert worden. Es gibt übrigens keinen Zusammenhang zwischen Anzahl Waffen und Anzahl Schusswaffentote. So hat z.B. Italien 4x weniger Waffen aber 3.5x mehr Schusswaffentote. Uebrigens geht die Anzahl (inkl. Suizide) seit vielen Jahren konstant zurück, auch wenn viele nach einem Verbrechen glauben, das Gegenteil sei der Fall (Siehe z.B. Tagesanzeiger vom 4.1.13 p...
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