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Zustellung lohnt sich nicht Die «SonntagsZeitung» gibt’s für einige erst am Montag

Verschiedene Sonntagszeitungen auf einem Tisch.
Legende: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Einigen Abonnenten einer Sonntagszeitung bleibt nichts anderes übrig. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Tamedia informierte in drei Kantonen insgesamt 164 Abonnenten der «SonntagsZeitung», dass ihre Lektüre ab sofort erst montags geliefert wird.
  • Der Grund: Die neue Zustellorganisation fährt im Solothurnischen, im Aargau und im Baselland Gebiete mit nur wenigen Abonnenten am Sonntag nicht an.
  • Betroffen sind auch Bezüger des «SonntagsBlick» und der «NZZ am Sonntag».

Weil die AZ-Medien im letzten März ihre Sonntagszeitung «Schweiz am Sonntag» eingestellt haben, leiden nun Abonnenten von anderen Sonntagszeitungen unter den Konsequenzen. Denn die ursprüngliche Zustellorganisation der Sonntagszeitungen gehörte ebenfalls zu den AZ-Medien. In den Kantonen Solothurn, Aargau und Baselland mussten die Verlage der anderen Sonntagszeitungen eine neue Zustellorganisation finden.

Wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» erklärt, fand man in der Post-Tochter Presto einen neuen Verteiler. «Es ist klar, die Zeitungs-Zustellung in einem Dorf, wo nur ein einziger Abonnent lebt, lohnt sich schlicht nicht.» Das sei bedauerlich, aber eine Realität.

Zustell-Routen neu eingeteilt

Mit der neuen Zustellorganisation habe auch Tamedia verhandelt und versucht, mit einer neuen Routen-Einteilung möglichst viele Abonnenten der «SonntagsZeitung» weiter zu bedienen. In 164 Fällen sei dies leider nicht gelungen. «Ein grosser Teil dieser Abonnenten hat sich daraufhin dazu entscheiden, das Abo zu künden und den Restbetrag zurückerstattet zu bekommen.» Ein weiterer Teil habe sich für die digitale Ausgabe der Zeitung entschieden, und ein paar wenige seien damit einverstanden, die «SonntagsZeitung» erst am Montag zu erhalten.

Auch «SonntagsBlick» und «NZZ am Sonntag» betroffen

Im gleichen Boot sitzen auch Abonnentinnen und Abonnenten der Sonntagszeitungen von Ringier und der NZZ-Mediengruppe in den betroffenen Kantonen. Wie es auf Anfrage heisst, seien bei Ringier 400 Abonnenten des «SonntagsBlick» von der Umstellung betroffen, bei der «NZZ am Sonntag» seien 116 Zeitungsleser betroffen.

Ringier ergänzt: «In Absprache mit den Abonnenten wurden die Abonnements zum Beispiel in eine Automatenkarte umgewandelt.» Ausserdem hätten sie Gutscheine produziert, mit denen die Kunden den «SonntagsBlick» an Kiosken beziehen könnten.

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