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Schweiz Zwangsmassnahmen: Erste Opfer beantragen Soforthilfe

Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen machen von der neuen Möglichkeit Gebrauch, finanzielle Soforthilfe zu beantragen. Bis am Freitag gingen rund 150 Anfragen ein, wie das Bundesamt für Justiz mitteilte. Seit Anfang Woche können Gesuche eingereicht werden.

Gruppe von Menschen posiert
Legende: Ehemalige Verdingkinder vor dem Bundeshaus. Keystone

Luzius Mader, stellvertretender Direktor im Bundesamt für Justiz (BJ) und Delegierter für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, schuf einen Ausschuss für die Bearbeitung der Gesuche, wie das BJ mitteilte.

Hilfe in finanziellen Notlagen

Erste Auszahlungen sind im September geplant. Vorgesehen sind einmalige Beiträge in der Höhe von 4000 bis 12'000 Franken. Erhalten sollen das Geld Menschen, deren persönliche Integrität durch eine fürsorgerische Zwangsmassnahme verletzt worden ist und die sich in einer finanziellen Notlage befinden.

Der von Privaten, der öffentlichen Hand und Institutionen unterstützte Soforthilfefonds soll über 7 bis 8 Millionen Franken verfügen. Er ist eine Übergangslösung bis zur definitiven Regelung mit einem Solidaritätsfonds. Dieser benötigt gesetzliche Grundlagen, die laut BJ in drei bis vier Jahren geschaffen sein sollen.

Zu den Betroffenen gehören Verdingkinder, die bei Bauern untergebracht wurden und teilweise unter misslichen Bedingungen hart arbeiten mussten. Dazu kommen Menschen, die von Behörden gegen ihren Willen in Heime oder Strafanstalten eingewiesen wurden oder aber zwangsweise sterilisiert wurden oder ein Kind abtreiben mussten.

2 Kommentare

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  • Kommentar von T. Hofer, Rosshäusern
    "...Übergangslösung bis zur definitiven Regelung mit einem Solidaritätsfonds. Dieser benötigt gesetzliche Grundlagen..." Ach wozu auch noch der ganze Aufwand. Selbst wenn wir das als Verfassungsgrundsatz in Stein meisseln, wird man es in 30 Jahren "riesen Korruptionskandal" schimpfen oder was dann halt grad opportun ist daraus machen. Die allgegenwärtige Rede vom "grossen Unrecht" zeigt ja grad, was uns gesetzliche Grundlagen von gestern noch wert sind. Rechtsstaat war mal...
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  • Kommentar von rené studer, zürich, thailand
    An den Schwächsten vergreifen ist Standard der Starken. Das Beamten Gewissen nagt an der, Schweizer Geschichte. Sich nach Aussen als einzig ANSTÄNDIGES System darstellen,wenn man den Deckel hebt jagt ein Behörden Skandal den anderen,auch Internationale Beihilfe. OFFIZIELL GESCHÜTZT, Sexuell Kindesmissbrauch.. Wirtschaftszweige, leiten bewusst falsches Wissen in Bildungswesen.. Behörden und Medien, verbreiten gezielte Desinformation.. auch diese Bereiche, Steuern, Gesundheit, Sozialwerk,Technik..
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