Zum Inhalt springen

Schweiz Zwei Grossfeuer treffen die SBB

Gleich zwei Grossbrände bei der SBB an einem Tag: Nachdem am Nachmittag in Schlieren ein Brand den Zugverkehr lahmgelegt hatte, brannten am Abend 14 Bahnwagons auf einem Abstellgleis in Etzwilen (TG). Verletzt wurde niemand. Der Brand in Schlieren hatte über Stunden den Bahnverkehr blockiert.

Legende: Video Brände in Schlieren und Etzwilen abspielen. Laufzeit 0:59 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 13.09.2013.

Wegen des Grossfeuers in Etzwilen standen am Donnerstagabend 150 Feuerwehrleute und ein Löschzug im Einsatz, wie die Kantonspolizei Thurgau bestätigte.

Waggons ausgebrannt

Gegen 19.30 habe eine Anwohnerin Alarm geschlagen, sagte Sprecher Daniel Meili. Die Feuerwehr bekämpfte um 22.30 Uhr noch kleinere Feuerherde. Der Grossbrand war zu diesem Zeitpunkt weitgehend gelöscht.

Mehrere Wagons waren vollständig ausgebrannt. Die Brandursache sei noch nicht bekannt, sagte Meili. Die Bahnlinie war wegen des Brandes unterbrochen.

Legende: Video Grossbrand in Schlieren abspielen. Laufzeit 8:32 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 12.09.2013.

Festnahmen nach Brand in Schlieren

Die Strecke ist seit Donnerstag, 16.30 Uhr, wieder uneingeschränkt befahrbar. Die Brandursache ist bislang unklar.

In einer Werkstatt eines Autohandels im zürcherischen Schlieren ist am Donnerstagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchwolke war weit herum sichtbar.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei gab es keine Verletzten. Im Zusammenhang mit dem Feuer hat die Polizei drei Männer festgenommen. Sie mussten zur Überprüfung auf den Polizeiposten. Die drei Slowaken im Alter von 27, 30 und 36 Jahren hielten sich in der Umgebung des Brandortes auf, wie die Zürcher Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt.

Grosser Sachschaden, keine Personenschäden

«Das Feuer brach gegen 9.15 Uhr in einer Werkstatt mit Autos aus», sagte Stefan Oberlin, Sprecher der Zürcher Kantonspolizei. Das Gebäude geriet rasch in Brand. Gemäss dem Polizeisprecher wurde es sofort evakuiert. Nach rund eineinhalb Stunden sei der Brand gelöscht gewesen, sagte Oberlin.

Eine «gewaltige Rauchsäule» sei zu sehen gewesen, berichtet SRF-Korrespondent Kay Schubert. Trotzdem hätten die Anwohner Glück im Unglück gehabt, da der Wind den giftigen Rauch ins weite Feld geblasen habe. «Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Menschen und Umwelt bestanden», zitiert Schubert einen Sprecher der Kantonspolizei Zürich. Ermittler würden nun die Untersuchungen aufnehmen. Die Lagerhalle brannte völlig aus. Es entstand ein Schaden von mehreren 100'000 Franken.

Verspätungen, Zugausfälle und Ersatzbusse

Wegen der Löscharbeiten musste der angrenzende Bahnverkehr unterbrochen werden. Mit den Fernverkehrsverbindungen Zürich - Bern und Zürich - Basel waren die Hauptschlagadern des Schweizer Schienennetzes betroffen.

Im Laufe des Donnerstagnachmittags wurden schon zwei der vier Gleise wieder freigegeben. Die Schäden an den Gleisanlagen seien nur sehr gering, teilt die SBB mit.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Was soll die Aufregung wegen der Verspätungen? Wer nimmt sich soooo wichtig, dass seine oder ihre Anwesenheit irgendwo sooooo unerlässlich ist, dass sich die Aufregung lohnt? 3 Std nach Ausbruch des Feuers war der Bahnersatz Dietikon-Altstätten bestens bestückt mit vielen Bussen, die, sobald voll, sofort gestartet sind. Zumindest eines ist klar: Die SBB kann nix für den Vorfall und hat gute Arbeit geleistet!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von U. Krasser, Hagendorn
    ... aber jedenfalls in den Knast mit den Tätern, und zwar bei Wasser und Brot. Schluss mit der Warmduscher-Behandlung der Täterschaft! Der Millionen-Schaden für die Umwelt ist nicht bezifferbar, und Feuerwehr und Polizeieinsatz berappen ja wir Steuerzahlenden. Wo sind wir eigentlich? Früher gab es für solche Taten Galgen und Schafotte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Balmer, Lyss
    Erst kürzlich ist in der Umgebung von Zürich eine Lagerhalle mit mehreren Autos abgebrannt, in welcher angeblich Autos im Wert von mehreren Fr. 100'000.-- gelagert waren. Für mich riecht das förmlich nach Brandstiftung (Schutzgelderpressung oder Auftragsbrand). Nirgends anders können Autos so leicht zu Geld gemacht werden wie bei einem sauberen Brand mit womöglich noch gefälschten Fahrzeugpapieren. Bleibt nur zu hoffen, dass die Polizei bei diesen Bränden etwas genauer hinsieht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen