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Zwei Tote Basler Anwalt umgebracht – Täter erschiesst sich selbst

Legende: Video Wer war der Basler Anwalt Martin Wagner? abspielen. Laufzeit 3:09 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.01.2018.
  • Der 57-jährige Basler Medienanwalt Martin Wagner ist in seinem Haus in Rünenberg (BL) einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen.
  • Nach Angaben der Polizei handelt es sich beim mutmasslichen Täter um einen 39-Jährigen, der sich anschliessend selbst richtete.
  • Wie mehrere Medien berichten handelt es sich um ein Beziehungsdrama.

Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben am Sonntagmorgen kurz vor 9.00 Uhr die Meldung, dass es mehrere Schüsse gegeben habe und ein Nachbarschaftsstreit im Gang sei. Als die Polizei am Tatort eingetroffen sei, habe Wagner noch gelebt. Trotz eingeleiteter Erste-Hilfe-Massnahmen sei er jedoch vor Ort verstorben.

Der mutmassliche Täter, der in der Nachbarschaft wohnhaft gewesen war, sei beim Eintreffen der Polizei bereits tot gewesen. Das Tatmotiv sei noch unklar, aber eher im privaten als im geschäftlichen Umfeld zu suchen. «Man kann davon ausgehen, dass sich Opfer und Täter gekannt haben», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen laufen.

Wagners Kanzlei arbeitete unter anderem für die «Basler Zeitung». Er selber hatte bei der Übernahme der «Basler Zeitung» durch Christoph Blocher eine Rolle gespielt und 2017 für Investoren den «Blick» kaufen wollen.

Der 1960 geborene Jurist war gut vernetzt in der Region Basel – etwa als Rechtskonsulent der Wirtschaftskammer Baselland oder als Interessenvertreter für die Hauseigentümerschaft. 2011 kandidierte er auf der Baselbieter FDP-Liste erfolglos für den Nationalrat.

Eine besonders enge, langjährige Bindung hatte Wagner zu Bernhard Burgener, dem heutigen Präsidenten des FC Basel. Unter anderem vermarkteten die beiden die Rechte an der Champions League.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Ein Ehrenmord? Oder gebraucht man das Wort nicht, wenn Schweizer beteiligt sind?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Laut ersten Ermittlungen soll es eine Beziehungstat gewesen sein, also wäre es, wenn es zutrifft, dann ein erweiterter Suizid. Menschen, welche aus "Ehre" morden, bringen sich in der Regel dann nicht auch noch selber um.
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  • Kommentar von Silvan Zellberger (vorwärtsstattstillstand)
    Irgendwie macht es mich traurig,hier wieder Kommentare lesen zu müssen, in welchem dieses schreckliche Ereignis zu ideologischen Rundumschlägen und Mutmaßungen missbraucht werden. Wenigstens wurde einer dieser Kommentare mittlerweile gelöscht.Unsere Gesellschaft scheint vor nichts mehr Respekt zu haben, wenn es um Schiksalsschläge geht. Statt betroffen zu sein, was geschah schießt man mit Mutmaßungen & absurden Verschwörungstheorien ins Kraut.Traurig eigentlich...
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  • Kommentar von Reto Jorns (rjo)
    Da scheint wohl die blinde Justitia oder die Gerechtigkeit unserer Gerichte Jemandem zu stark auf die Füsse getreten zu sein. Nicht verwunderlich bei unseren Gesetzesauslegungen. Beileid den Hinterbliebenen.
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