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Schweiz Zweite Gotthardröhre einen Schritt weiter

Am Gotthard soll eine zweite Tunnelröhre entstehen. Dies fordern nun auch die Kantone. Einziger Vorbehalt: keine Kapazitätserweiterung.

Gotthard-Strassentunnel.
Legende: Kantone befürworten unter Auflagen eine zweite Röhre am Gotthard. Keystone

Rückenwind für Verkehrsministerin Doris Leuthard: Die Mehrheit der Kantone begrüsst im Rahmen des laufenden Vernehmlassungsverfahrens die Sanierungspläne des Bundesrats.

Die Beschränkung auf eine Fahrspur pro Richtung muss laut den Kantonen jedoch gesetzlich abgesichert sein.  Zudem dürfe der Bau einer zweiten Röhre nicht zulasten anderer Strassenbauprojekte gehen, schreibt die Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) in einer Mitteilung.
 
Auch flankierende Massnahmen würden benötigt, heisst es weiter. Darunter verstehe die BPUK griffige Ausführungsbestimmungen, die das heutige Dosierungssystem garantierten, sagte BPUK-Generalsekretär Benjamin Wittwer. Auch klare Kapazitätsvorgaben für Autos und vor allem für Lastwagen sowie Verkehrsinformations- und Steuerungssysteme seien vonnöten.

Die Vernehmlassung läuft noch bis zum 21. April. Dass am Gotthard nach dem Bau einer zweiten Röhre nur eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung steht, soll nach Willen des Bundesrats im Gesetz verankert werden.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Strategische Trickserei vom BR, 2 Fahrspuren auf Vorrat, die nicht genutzt werden sollen? Da lachen ja die Hühner! Natürlich wird irgendwann das Potential einer 2. Röhre für den Verkehr voll freigegeben werden, das Verkehrsaufkommen würde verdoppelt. War da nicht die Forderung der Verlagerung auf die Schiene besser? Und wieso eigentlich muss die CH der EU die Alpenquerung finanzieren? Dieses Dossier sollte verknüpft werden mit Verweigerung an sonstigen EU-Erpressungen.
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Die Beschränkung auf eine Fahrspur pro Richtung: Soll das heissen, dass später pro zweispurigem Tunnel nur EINE Fahrspur benützt werden darf und die 2. Spur nicht? Wer solchen Unsinn der starken Lastwagenlobby der Schweiz glaubt, tickt ja wohl nicht richtig. Uebrigens: Jede Durchfahrtserleichterung auf unseren Strassen bringt mehr Auto-Verkehr. Das ist eine bewiesene Tatsache. Die Staus beim Nadelöhr in Chiasso würden massiv zunehmen. Wollen wir das tatsächlich?
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  • Kommentar von jc.heusser, erstfeld
    Solange der Gotthardstrassentunnel ein "Nadelöhr" bleibt gibt es Rückstau! Die Oster- und Pfingsreisetage sowie der Sommerexodus in den Süden werden kommen mit dem "tollen Resultat werte UrnerInnen", dass die Polizei den Verkehr bei Autobahnstau, dann über die Kantonsstrasse durch die Dörfer umleiten wird! Danke und viel Vergnügen ! ! !
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