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Schweiz Zwischenfall auf Swiss-Flug

Auf dem Flug nach Miami musste eine Swiss-Maschine auf den Azoren notlanden. Grund dafür war ein medizinischer Notfall, wie eine Swiss-Sprecherin bekannt gab. Das Flugzeug musste nach Zürich zurückkehren.

Der Swiss-Flug LX66 musste am Sonntagabend auf dem Flughafen Lajes auf den Azoren ausserplanmässig landen. Der Grund für diese Notlandung, so Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek, sei ein medizinischer Notfall, der sich während des Fluges erreignet habe. Der betroffene, psychisch angeschlagene Passagier stand vermutlich unter Medikamenteneinfluss. Ein Arzt, der sich im Flieger befand, habe den Zustand des Passagiers vor Ort eingeschätzt und die Zwischenlandung empfohlen. Anschliessend sei der Mann von der Polizei aus der Maschine geführt und später von der Ambulanz weggefahren worden.

Medizinische Vorfälle keine Seltenheit

Gemäss SRF-Aviatik-Experte Michael Weinmann sind solche medizinische Vorfälle keine Seltenheit. Laut Studien komme auf 30‘000 Passagiere ein medizinischer Zwischenfall. Die meisten Patienten können im Flugzeug behandelt werden. Dazu wird in der Regel zuerst ein Arzt an Bord gesucht.

Flug zurück nach Zürich

Michael Weinmann, im Hintergrund ein Swiss-Flieger
Legende: SRF

Weshalb ist der Swiss-Flug LX66 nicht weiter nach Miami geflogen? Michael Weinmann: «Der Grund ist die sogenannte «Duty Time»: Die Piloten dürfen eine maximale Einsatzzeit nicht überschreiten. Mit dem ausserplanmässigen Zwischenstopp und einem langen Weiterflug nach Miami hätten die Piloten diese Zeitdauer überschritten.»

6 Kommentare

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  • Kommentar von Mark Dennler, zürich
    Meine Familie und ich waren auf dem Flug. Ursächlich war sicher nicht der 'unruly passenger', der notabene nicht mit der bereitstehenden Ambulanz, sondern im Polizeiauto weggeführt wurde, sondern die 'overweight' Landung, deren Abklärung und Freigabe von Airbus in Toulouse, da in Lajes keine zertifizierten Mechaniker für A330 stationiert sind.
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  • Kommentar von D.Thrum, Zürich
    In meinem Flug von Tokyo nach Wien hatte eine ältere Person mal einen Herzinfarkt oder ähnliches. Wir mussten dann in Finnland zwischenlanden. Leider hatten die Finnen gerade ihre Terminals umgestellt und das Krankenauto stand am falschen Ende des Flughafens, kam 45 Minuten zu spät und die Person verstarb in der Zwischenzeit. Passiert halt, allerdings selten. Bin nun wahrlich schon oft geflogen und dies bleibt der einzige Zwischenfalls soweit.
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  • Kommentar von René Seiler, Wetzikon
    Jetzt wird wieder bis etwa 1 Monat nach dem Flugzeugabsturz jeder unplanmässige Zwischenfall mit einem Linienflugzeug zur Schlagzeile. So was kommt vor und ist nicht ungewöhnlich.
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