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Wahlen 15 Bundesratswahl: SVP-Chef schlägt Dreierticket vor

Die Nomination des Lega-Politikers Norman Gobbi für die Bundesratswahlen wird von der SVP-Spitze goutiert. Der Tessiner Staatsratspräsident liege auf der Linie seiner Partei, so Parteipräsident Toni Brunner.

SVP-Chef Toni Brunner hält eine Rede
Legende: SVP-Chef Toni Brunner: «Gobbi politisiert wie wir.» Keystone

SVP-Parteipräsident Toni Brunner begrüsst die Nomination des Lega-Politikers Norman Gobbi für die Bundesratswahlen ausdrücklich. Der Tessiner Staatsratspräsident politisiere voll und ganz auf SVP-Linie.

Brunner will nun mit drei Kandidaten zur Wahl antreten. Weil die SVP als nationale Partei in allen Sprachregionen vertreten sei, «wäre es sinnvoll, der Bundesversammlung ein Dreierticket vorzuschlagen, mit je einem Kandidaten aus jeder Sprachregion», sagte der SVP-Chef der «SonntagsZeitung». Diese Idee gefalle ihm.

«Starkes Zeichen» aus dem Tessin

Die Kandidatur von Lega-Mann Gobbi, der am Samstag von der SVP Tessin offiziell nominiert wurde, macht laut Brunner Sinn: «Norman Gobbi war als Nationalrat in unserer Fraktion, und ich weiss, dass er keine einzige seiner Positionen aufgeben müsste, um unsere Partei im Bundesrat zu vertreten.» Wenn er es auf das Kandidatenticket schaffe, seien seine Wahlchancen «mehr als nur intakt».

Eine Kandidatur aus dem Tessin wertet Brunner als «starkes Zeichen»: Auch im Tessin wachse die SVP immer mehr. Und der Kanton sei sei vielen Jahren nicht mehr im Bundesrat vertreten.

SVP-Präsident des Kantons Tessin Gabriele Pinoja zusammen mit Lega-Mann Norman Gobbi an der Pressekonferenz zur Nominierung des Bundesratskandidaten.
Legende: Aus zwei Parteien aber einig: Gabriele Pinoja, Tessiner SVP-Präsident (links) und Lega-Politiker Norman Gobbi (rechts). Keystone

«Fusion wäre begrüssenswert»

SVP und Lega seien «eng verbunden», sagte Brunner weiter. Die beiden Parteien arbeiten schon länger zusammen, er würde eine Fusion begrüssen. Auf nationaler Ebene ist die Lega seit 2003 Teil der SVP-Fraktion.

Gemäss der Zeitung «Schweiz am Sonntag» hat der SVP-Parteipräsident den Tessiner Lega-Vertreter persönlich getroffen, um ihn von einer Kandidatur zu überzeugen. Das sagte Gobbi in einem Interview. «Wir wollten sicher sein, dass meine Kandidatur für die SVP Schweiz gemäss ihren Statuten und des Selektionsverfahrens korrekt und politisch vertretbar ist.»

In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» schloss Brunner zudem erneut eine eigene Kandidatur definitiv aus. Auch Peter Spuhler stehe nicht zur Verfügung. Das Amt als Parteipräsident will Brunner aber behalten.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von alfred maurer (zeitgeist)
    wie lange soll der präsident dieser gruppierung denn noch präsent sein. auf dieser seite gar zweimal. seit dem 23.10. gemeinsam mit diesem chefredaktor. und hier als königsmacher seit 5 tagen. - ?
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  • Kommentar von Maligan Jury (jury maligan)
    Das ist doch eine klare und gute Vorgabe für die BR-Wahl. Die SVP kann aber machen was sie will - einige SVP-Allergikern wie z.B. Hr. Bächler werden hier immer ein Haar in der Suppe finden.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    "Die Bevölkerung ist nicht bereit, alle Hebel der Macht der SVP zu übergeben.», meinte heute ein glücklicher, wiedergewählter SP Ständerat und notorischer SVP Allergiker, Ch. Levrat zynisch zum nicht gewählten SR Kandidaten J. F. Rime (SVP).. Doch wie in den News zu vernehmen war, ist die Mehrheit der Bevölkerung gar für einen zweiten SVP Bundesrat, nachdem EWS zurückgetreten ist.
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