Protokoll: Die Medienkonferenz zum Nachlesen

Nach acht Jahren ist Schluss: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf tritt zurück. Das war die Medienkonferenz.

Medienkonferenz Eveline Widmer-Schlumpf

  • Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf tritt per Ende Jahr zurück
  • Widmer-Schlumpf sagte, sie habe ihre Entscheidung ohne Druck von aussen und schon vor den Wahlen gefällt
  • Den Rücktritt hat die Bundesrätin ihrer Partei am Montag mitgeteilt
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 17 :35

    Das wars von der Medienkonferenz. Ich verabschiede mich von Ihnen.

  • 17 :27

    «Das dauernde in der Öffentlichkeit sein, werde ich auf keinen Fall vermissen. Die Bundespolitik [in den letzten 8 Jahren] ist aggressiver geworden, sie ist lauter geworden. Wenn man Kameras hat, wenn das Mikrofon an sind, ist man weniger kompromissbereit. Zum Glück ist das unter vier oder acht Augen noch immer weniger der Fall.» Künftig werde sie die Politik aus der Distanz verfolgen, fuhr Widmer-Schlumpf fort. Langweilen werde sie sich nicht, versicherte sie.

  • 17 :24

    «Ich freue mich sehr darauf, das Hüte-Konto für meine Enkel erhöhen zu können ab dem ersten Januar», so Widmer-Schlumpf. Auch fragt sich die Bundesrätin nicht im Nachhinein, ob es sich gelohnt habe. Sie bereue aber nichts.

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    «Frage mich nie, ob es sich gelohnt hat»

    0:51 min, vom 28.10.2015

  • 17 :23

    Wie sie als Alt-Bundesrätin agieren werde, fragt ein Journalist. «Sicher werden Sie von mir keine Kommentare mehr hören zu politischen Themen auf Bundesebene», antwortet Widmer-Schlumpf.

  • 17 :22

    Bundeshausredaktor Dominik Meier: «Widmer-Schlumpf hat an der Medienkonferenz sehr sachlich und souverän gewirkt. Sehr neckisch und zu ihr passend hat sie die Medienkonferenz mit einem Sachgeschäft eröffnet. So informierte sie zunächst über den Entscheid des Bundesrats zur Energiestrategie. Sie hat sich dabei wohl auch etwas als die Sachpolitikerin zelebriert, die sie ist. Vielleicht wollte Widmer-Schlumpf den Medien auch einen Wink geben, dass sie die Spekulationen der letzten Tage nicht sehr goutiert hat.»

  • 17 :19

    «Eveline Widmer-Schlumpf hatte kaum eine Wahl. Bei der Bundesratswahl am 9. Dezember eine Zitterpartie einzugehen ist nicht der Stil von Eveline Widmer-Schlumpf. Allerdings hat sie ihren Rücktritt an der Medienkonferenz nicht so begründet – das wäre auch ein Zeichen von Schwäche. Sie argumentierte mit ihrer politischen Bilanz und mit ihrer Familie. Auch sagte sie, die letzten Jahre hätten an ihrer Substanz gezehrt», so Bundeshausredaktor Dominik Meier.

  • 17 :15

    «Das Wahlresultat war nicht entscheidend für den Entscheid, jetzt zurückzutreten.»

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    «Die Wahlen waren nicht ausschlaggebend»

    0:18 min, vom 28.10.2015

  • 17 :14

    Der Ausgang der Wahlen sei für den Rücktrittsentscheid nicht ausschlaggebend gewesen, sagte Widmer-Schlumpf. Sie sei schon vorher zum Schluss gekommen, dass der Moment der richtige sei. Ihr Auftrag sei erfüllt, stellte die Finanzministerin fest. Sie wies auf das Erreichte hin, unter anderem auf die Finanzplatzstrategie. «Ich habe meine Arbeit, meine ich, nicht so schlecht gemacht», sagte Widmer-Schlumpf.

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    «Habe Mitteparteien vor ein paar Tagen informiert»

    0:46 min, vom 28.10.2015

  • 17 :12

    «Ich denke, die BDP hatte gar keine Möglichkeit, eine eigene Politik zu machen. In den Medien stand immer ich im Vordergrund. Ich sehe das als Chance für die Partei. Es ist nicht das Ende, sondern der Anfang für die Partei.»

  • 17 :10

    «Ich habe mich gefragt, was ich eigentlich noch machen möchte mit meiner mir verbleibenden Zeit. Jetzt müssen sie mich nicht fragen, was ich noch machen werde. Auf die Beantwortung dieser Frage hat die Öffentlichkeit keinen Anspruch.»

  • 17 :08

    «Ich kann loslassen. Es ist gut, wenn man den Kopf wieder frei hat für andere Dinge.»

  • 17 :07

    «Ich schaue es als meinen Auftrag an, dass ich das, was in der Legislaturplanung drin ist, noch zu Ende bringen werde.»

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    «Ich ziehe es einfach durch»

    0:13 min, vom 28.10.2015

  • 17 :05

    Widmer-Schlumpf hat ihre Entscheidungen nicht von den Mitte-Parteien abhängig gemacht.

  • 17 :01

    «Man soll dann aufhören, wenn es wirklich noch Spass macht. Ich möchte gerne jetzt mein Zeitbudget jetzt verschieben, auch für die Familie.»

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    «Aufhören, solange es noch Spass macht»

    0:27 min, vom 28.10.2015

  • 17 :00

    «Ich hoffe, dass man all die Probleme, die auf die Schweiz zukommen, lösen kann, nicht nur bewirtschaften, sondern auch lösen.»

  • 16 :59

    «Dass es Substanz gekostet hat, hat auch meine Familie gemerkt. Ich habe mit meinem Mann, meinen Kindern diskutiert. Ich habe die Diskuission mit meiner Familie geführt, mit meinen Parteikollegen.»

  • 16 :57

    «Es ist ein grosses Privileg für die Öffentlichkeit tätig zu sein. Ich habe die Arbeit sehr gern gemacht. Die Arbeit hat aber auch Substanz gekostet. In meiner Situation speziell.»