Drei Männer kämpfen um den Ausserrhoder Nationalratssitz

Den einzigen Ausserrhoder Nationalratssitz wollen drei Parteien erobern. Wer das Rennen macht, ist offen. Sicher aber ist: Entscheidend ist die Person und nicht die Partei.

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Bildlegende: Rot, blau oder grün: Die Karten werden bis zur Wahl am 18. Oktober gemischt. SRF

Der amtierende FDP-Nationalrat Andrea Caroni will in den Ständerat wechseln. Deshalb wird der einzige Ausserrhoder Nationalratssitz frei. Die FDP will mit Markus Bänziger aus Teufen den Sitz sichern, die SP mit dem Trogener Jens Weber den Sitz erobern und die SVP erhebt ebenfalls Anspruch: Sie setzt auf den Herisauer David Zuberbühler.

Auch wenn im Kanton Appenzell Ausserrhoden die Parteien in den letzten Jahren stets an Einfluss gewannen - entscheidend für die Wahl wird der «Kopf» sein. Auf politischer Ebene hat in diesem Punkt SVP-Mann Zuberbühler die Vorteile auf seiner Seite. Er ist der einzige, der im Kantonsrat sitzt, über Parlamentserfahrung verfügt und damit seinen Kopf der «Öffentlichkeit» zeigen kann. Den beiden anderen Kandidaten fehlt diese kantonale Plattform.

Mitte entscheidet

Entscheidend bei dieser Wahl wird auch sein, wohin die Politische Mitte «wandert». Hier könnten - neben dem FDP-Kandidaten - die Vorteile durchaus beim SP-Kandidaten liegen. Allerdings ist die Partei selber im Kanton so schwach, dass dies kaum zum Erfolg reichen wird.

Auf der anderen Seite kommt der SVP-Kandidat aus dem wählerstarken Hauptort Herisau und kann dort bereits auf eine breite Stimmenbasis zählen. Die FDP ihrerseits würde normalerweise mit ihrem Kandidaten durchmarschieren. Allerdings kommt die Übermacht der FDP, welche das Ständerats- und das Nationalratsmandat für sich beansprucht, bei vielen Wählerinnen und Wählern nicht gut an.