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Wahlen15 Basel Stadt Christoph Eymann: keine Kandidatur für den Ständerat

Der Basler Erziehungsdirektor wird nicht Herausforderer von Amtsinhaberin Anita Fetz. Die Bürgerlichen konnten sich nicht auf Christoph Eymann als gemeinsamen Kandidaten gegen die Sozialdemokratin einigen. Damit stehen sie vier Monate vor den Wahlen ohne valablen Kandidaten da.

Legende: Video Keine Konkurrenz für Anita Fetz abspielen. Laufzeit 4:43 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.06.2015.
Der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann.
Legende: Der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Keystone

Es hat bei den Basler Bürgerlichen fast schon Tradition: Ihre Kür eines Ständeratskandidaten wird zur Zangengeburt. Im Hinblick auf die diesjährigen Wahlen steht nun auch fest: Der aussichtsreichste bürgerliche Kandidat, der abtretende Regierungsrat Christoph Eymann (LDP), tritt nicht an gegen Anita Fetz (SP). Eymann bestätigt einen entsprechenden Bericht von «Onlinereports».

Der Grund: Die bürgerlichen Parteien konnten sich nicht auf Christoph Eymann als gemeinsamen Kandidaten einigen. Eymann hatte seine Bereitschaft zur Kandidatur davon abhängig gemacht, dass sie von allen bürgerlichen Parteien unterstützt werde. Dies scheiterte, weil FDP und SVP darauf bestanden, dass Eymann ausschliesslich für den Ständerat und nicht auch noch für den Nationalrat kandidiere. Eymann hielt an seiner Nationalratskandidatur fest.

Christoph Eymann will Zukunft der LDP sichern

Für den Nationalrat wolle er kandidieren, weil er seiner Partei zu einem guten Wahlresultat verhelfen wolle, betont Christoph Eymann. Es sei wichtig, dass die LDP mit Rückenwind aus den nationalen Wahlen hervorgehe, um bei den kantonalen Wahlen im kommenden Jahr den einzigen Sitz in der Basler Regierung verteidigen zu können.

Für die Bürgerlichen bedeutet das Nein zu Christoph Eymann, dass vier Monate vor den Wahlen kein valabler Kandidat in Sicht ist. Denkbar ist gar, dass die Bürgerlichen der Sozialdemokratin Anita Fetz kampflos den Sitz überlassen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Max Blatter, 5620 Bremgarten
    Wenn ich die Äusserungen Eymanns richtig interpretierte: Er rechnete damit, mit der Unterstützung aller selbsternannten "bürgerlichen" Parteien (auch SP-ler und Grüne sind Bürgerinnen und Bürger, das nebenbei) sicher zum Ständerat gewählt zu werden? Seine NR-Kandidatur wäre von vorneherein nur Stimmenfang für die Liberalen gewesen? Typisches Beispiel für politische Mätzchen, die zwar (leider) legal, aber m.E. höchst unsauber sind. Deshalb: Viel Erfolg, Frau Fetz!
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