Doch noch bürgerlicher Konkurrent für Anita Fetz

Ein 24-jähriger Jus-Student soll es richten bei den Basler Bürgerlichen. Nachdem die Bürgerlichen keinen Kandidaten fanden, der gegen die amtierende SP-Ständerätin Anita Fetz antritt, schicken die bürgerlichen Jungparteien Julian Eicke von den Jungfreisinnigen ins Rennen.

Porträt von Julian Eicke

Bildlegende: Steigt für die bürgerlichen Jungparteien ins Rennen: Julian Eicke. Dominik Plüss

Die bürgerlichen Basler Jungparteien - Jungfreisinnige Basel-Stadt, Junge CVP, Jungliberale und Junge SVP - treten mit einer gemeinsamen Kandidatur zu den Ständeratswahlen an. Dies gaben die Parteien am Donnerstagmorgen bekannt. Eine Ständeratswahl ohne bürgerliche Alternative käme für die bürgerlichen Parteien nicht in Frage, heisst es in der Mitteilung.

Die vier Jungparteien hätten aus diesem Grund beschlossen, dass bei einem Verzicht der bürgerlichen Mutterparteien eine eigene Kandidatur portiert wird und schicken den Jungfreisinnigen Julian Eicke ins Rennen.

Hoffen auf zweiten Wahlgang

Der 24-jährige Jus-Student, der auch Nationalratskandidat bei den Jungfreisinnigen ist, bezeichnet sich selber als politisch unerfahren. Als Hauptargument führt er die Frische an, die er mit nach Bern bringen würde. Das sei eine echte Alternative zu Anita Fetz, die jetzt doch schon zwölf Jahre als Ständerätin politisiere, sagt der Jungpolitiker. «Unser Ziel ist es, eine Wahl von Anita Fetz im ersten Wahlgang zu verhindern. Wir glauben, dass dann unsere Mutterpartei noch eine Kandidatur bringen wird.»

Erst vor ein paar Tagen haben die Grünliberalen beschlossen, dass sie ihren Präsidenten der David Wüest Rudin ins Rennen um den einzigen Basler Ständeratssitz schicken. Diese Kandidatur wird allerdings von den bürgerlichen Parteien nicht unterstützt.

Die Basler Jungsozialisten freuen sich zwar darüber, «dass einem jungen und anscheinend aufstrebenden Jungpolitiker die Möglichkeit geboten wird, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.» Man werde allerdings den Eindruck nicht los, dass er von den Mutterparteien vorgeschickt werde, weil sich diese nicht selber trauen. Die bürgerliche Strategie scheine es zu sein, mit vielen chancenlosen Listen die Schwächen des Spitzenpersonals zu kaschieren, schreibt die Juso in einem Communiqué.

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