Baselbieter Grüne zittern um die Wiederwahl von Maya Graf

Das Aushängeschild der Partei muss um den Sitz im Nationalrat kämpfen. Aus diesem Grund eröffnen die Baselbieter Grünen auch als erste Partei in den beiden Basel den Wahlkampf.

Grüne Baselbieter Nationalrätin Maya Graf.

Bildlegende: Erhält sie im Herbst von den Wählern einen Korb? Maya Graf muss jedenfalls um ihre Wiederwahl zittern. Keystone

Die Grünen sind national in der Krise - und im Kanton Basel ist diese Krise sogar noch etwas grösser. Bei den kantonalen Wahlen im Februar waren die Grünen die grossen Verlierer. Zudem erschütterte im Frühling ein parteiinterner Streit die Partei: Der profilierte Landrat Jürg Wiedemann hat sich von den Grünen losgesagt und tritt mit einer eigenen Liste zu den Nationalratswahlen an.

Dieser Negativtrend sorgt dafür, dass die Ausgangslage für die nationalen Wahlen im Herbst schlecht ist. Nationalrätin Maya Graf muss - wie wohl kaum eine andere Bisherige in den beiden Basel - um ihren Sitz in Bern zittern.

Auch aus diesem Grund starten die Baselbieter Grünen als erste regionale Partei ganz offiziell mit dem Wahlkampf. Am Montag haben sie ihr Wahlkampfmotto vorgestellt. Es heisst: «Team Maya» - und unterstreicht, dass die Grünen in erster Linie den Sitz ihres Aushängeschildes retten wollen. Schliesslich ist Maya Graf eine national bekannte Politikerin. Sie war die erste Nationalratspräsidentin der Grünen.

Seniorenliste soll Stimmen bringen

Den Nationalratssitz retten wollen die Grünen unter anderem mit einem taktischen Schachzug. So steigen sie gleich mit drei Nationalrats-Listen in die Wahlen. Neben der Hauptliste mit Spitzenkandidatin Maya Graf gibt es eine Liste der Jungpartei und eine Seniorenliste mit dem Namen «Grüne Panther». Spitzenkandidatin dort ist Alt-Nationalrätin Ruth Gonseth.