Esther Maag: «Ich bin selbst noch etwas überrumpelt»

Die Baselbieter Grünen spalten sich definitiv: Die neue Partei der Grünen-Unabhängigen rund um den Landrat Jürg Wiedemann stellte heute eine eigene Liste für die Nationalratswahlen vor. Prominenteste Kandidatin ist die ehemaligen grüne Landratspräsidentin Esther Maag.

Esther Maag, Saskia Olsson und Jürg Wiedemann stehen vor einem Plakat der Grünen-Unabhängigen.

Bildlegende: Sie wollen für die Grünen-Unabhängigen in den Nationalrat: Esther Maag, Saskia Olsson und Jürg Wiedemann. SRF/Patrick Künzle

Seit einem Jahr habe sie das Austrittsschreiben für die Grüne Partei in ihrem Mail-Entwurfsordner gespeichert. Erst heute habe sie dieses abgeschickt. Dies erklärt die ehemalige grüne Landratspräsidentin Esther Maag an einer Medienkonferenz in Liestal. Sie ist die Spitzenkandidatin auf der Liste für die Nationalratswahlen der neuen Partei der Grünen-Unabhängigen.

«  Ich habe plötzlich wieder Freude. Ich habe wieder Lust auf Politik. »

Esther Maag
Nationalratskandidatin Grüne-Unabhängige

Maag macht kein Geheimnis daraus, dass ihr Handeln für Stirnrunzeln sorgt; selbst bei ihr: «Ich bin selbst noch etwas überrumpelt. Noch vor zwei Wochen hätte ich das nicht für möglich gehalten.» Dann hätten sich die Ereignisse aber überschlagen. Insbesondere als die Grünen den Landrat Jürg Wiedemann aus der Partei ausschlossen, sei es für sie klar geworden, dass die Grünen nicht mehr die richtige Partei für sie sei. «Der Erfolg ist den Grünen zum Verhängnis geworden mit One-Man-Shows, Ausgrenzungen und Machtspielen», kritisierte Esther Maag.

Mit dem Entscheid sei die Lust an der Politik zurückgekommen: «Ich habe plötzlich wieder Freude. Ich habe wieder Lust auf Politik», sagt Maag. Mit ihr sind auch Jürg Wiedemann, Saskia Olsson, Marie-Louise Rentsch und Markus Clauwaert auf der Nationalrats-Liste für die neu gegründete Partei der Grünen-Unabhängigen. Unklar bleibt, wie sich die Grünen-Unabhängigen ausgenommen die Bildungspolitik politisch von den Grünen unterscheiden.