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Wahlen15 Bern Luginbühl und Stöckli sind wiedergewählt

Die bisherigen Berner Ständeräte Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) sind wiedergewählt. Der parteilose Herausforderer Bruno Moser hatte keine Chance.

Legende: Video Bern: Blumen für die Wiedergewählten abspielen. Laufzeit 0:58 Minuten.
Aus Tagesschau am Vorabend vom 15.11.2015.

Werner Luginbühl (BDP) holte am meisten Stimmen. Aber auch Hans Stöckli (SP) wurde im zweiten Wahlgang locker wiedergewählt. Der parteiloser Bruno Moser holte wie erwartet deutlich weniger Stimmen.

Die Stimmbeteiligung ist mit 29,2 Prozent tief. Beim ersten Wahlgang im Oktober betrug sie 49 Prozent.

Das Bisherigen-Duo lag bereits im ersten Wahlgang am 18. Oktober vorne weg. Alle ernsthaften Konkurrenten zogen sich daraufhin zurück. Einzig der parteilose Bruno Moser beharrte auf einen zweiten Wahlgang. Nennenswerte Wahlchancen wurden Moser im Vorfeld nicht eingeräumt.

Ich bin dankbar.
Autor: Werner LuginbühlBDP-Ständerat

Immer wieder betonten die Bisherigen, sie würden die Wahl nicht auf die leichte Schulter nehmen. «Ich bin froh und dankbar, ist es nun definitiv», freut sich Werner Luginbühl nach der Wahl. «Die Wahlbeteiligung ist sogar höher als erwartet.» Hans Stöckli schaut mit gemischten Gefühlen auf den vergangenen Monat zurück. «Es war ein spezieller Wahlkampf», meint er. «Die Luft war draussen.»

Die Luft war draussen.
Autor: Hans StöckliSP-Ständerat

Der parteilose Bruno Moser hatte keine Chance, trotzdem ist er äusserst zufrieden: «Fast 23‘000 Stimmen – das ist sensationell!»

Porträts
Legende: Bruno Moser diskutiert mit den gewählten Ständeräten Werner Luginbühl und Hans Stöckli (von links). Christian Liechti/SRF

Den Kanton Bern kostete die Durchführung des zweiten Wahlgangs rund eine halbe Million Franken. Bereits wurden Vorstösse angekündigt, um künftig für eine Teilnahme an einem zweiten Wahlgang minimale Hürden einzubauen. Bisher kann im Kanton Bern jeder Kandidat zu einem zweiten Wahlgang antreten.

Lange Politlaufbahn

Werner Luginbühl ist seit 2007 im Ständerat. Der Bauernsohn aus Krattigen kann auf eine lange Politkarriere zurückblicken. Gestartet hat er seine Laufbahn bei der SVP. Mitte der 1990er-Jahre war er Partei- und Fraktionssekretär. 1998 wurde er in die Berner Kantonsregierung gewählt, der er bis 2008 angehörte.

Hans Stöckli ist seit 2011 als Ständerat im Amt. Lange amtete er als Bieler Stadtpräsident.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Leuenberger (hansle)
    Ich bin weder BDP noch SP zugewandt. Dennoch gratuliere ich den beiden Gewählten zu ihrer Wiederwahl. Ich habe jetzt vier Jahre Zeit, ein Augenmerk darauf zu richten, was die beiden Herren Lüginbühl und Stöckli im Stöckli für unseren maroden Kanton Bern zu leisten im Stande sind.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Ich finde es gut das Herr Moser sich zu einem 2.Wahlgang präsentiert hat, den das ist sein Recht. Schliesslich hat auch niemand dagegen geschrieben das im Kanton Luzern die SVP & SP mit Ihren Aussichtslosen Kandidaten gestellt haben. Ich bin auch froh das Herr Moser, trotz der Ausgangslage, ein solch tolles Ergebnis erreicht hat! Auch wenn es viele frustrierte SVP stimmen sein werden. Weniger erfreut bin ich das Luginbühl vor Stöckli ist. Den Stöckli hat sich in dieser Frage zurückgehalten.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Dass die beiden "Indianerhäuptlinge" wieder problemlos gewählt werden, verdanken sie der Gleichgültigkeit, dem politischen Unwissen der meisten Leuten in der heutigen Spass- und Konsumgesellschaft und den Medien! Es wäre begrüssenswert, wenn ein parteiloser Bürger (eben Bruno Moser) einmal die "Päckli-Elite" im Ständerat auflockern könnte! Meine Stimme hat Herr Moser schon lange brieflich erhalten!
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    1. Antwort von Adrian Flükiger (Ädu)
      @Bolliger: Unsinn, das Gegenteil ist der Fall. Es ist die politische Reife des Wahlvolks im Kanton Bern (vorab waren es die Wählenden in der Stadt Bern), welche am 18. Oktober dazu führte, dass ein zweiter Wahlgang notwendig - und der "Ober-Indianer" damals auf den 3. Platz gesetzt wurde. Das hat die "Päckli-Elite" wie sie von Ihnen und den ihrigen Kreisen angestrebt wurde zunichte - und gleichzeitig einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Nur nicht ablenken.
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    2. Antwort von Hans König (Hans König)
      Flükiger: Wer zuletzt lacht lacht am besten! Die beiden SP-Stadtpräsident haben in der Vergangenheit nicht überzeigt, da sie eben keine Indianer sind.
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    3. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Es lebe die Spass- und Konsumgesellschaft. Auch wenn senile Geister und islamistische Attentäter diese nachweislich besonders hassen. Aber die sind ja auch kein Massstab für irgendwas.
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