Die SVP will den bürgerlichen Schulterschluss

Die SVP Graubünden strebt eine Listenverbindung aller bürgerlichen Parteien an. Das würde bedeuten, dass sie gemeinsam mit der Rivalin BDP ins Rennen um die Nationalratssitze steigt. Ob BDP, FDP und CVP die Listenverbindung eingehen, ist noch offen.

Andrea Davaz

Bildlegende: Andrea Davaz wirbt um die Gunst der bürgerlichen Parteien. ZVG

Die SVP Graubünden hat sich am Wochenende klar für eine Listenverbindung mit den anderen bürgerlichen Parteien BDP, FDP und CVP ausgesprochen. Mit diesem Schritt will die Partei dafür sorgen, dass vier der fünf Bündner Nationalratssitze auf die bürgerlichen Parteien verteilt werden, wie SVP-Vizepräsident Andrea Davaz gegenüber dem Regionaljournal sagt. Die Listenverbindung würde der SVP aber auch die Chance eröffnen, einen zweiten Sitz zu gewinnen.

Ist der Knatsch vergessen?

Ob es damit, acht Jahre nach der Abspaltung der BDP von der SVP, zu einer Annäherung der beiden Parteien kommt, ist offen. «Wir nehmen den Entscheid der SVP zur Kenntnis und lassen ihn in unsere Gespräche einfliessen», sagt BDP-Parteipräsident Andreas Felix. Er schliesst die Zusammenarbeit mit der SVP nicht grundsätzlich aus. Auch die CVP hält sich noch bedeckt, während die FDP betont, ein bürgerlicher Schulterschluss sei in ihrem Sinn.

Zum Knackpunkt könnte der mögliche zweite Sitz der SVP werden. Die übrigen Parteien dürften kaum an diesem Szenario interessiert sein. Eine Begründung, die Andrea Davaz so nicht gelten lassen will: «Die Alternative ist, dass zwei Sitze in den Händen der GLP und der SP bleiben. Das kann nicht das Ziel der Bürgerlichen sein.»