Einziger Sitz im Ständerat ist hart umkämpft

Die FDP will den einzigen Obwaldner Sitz im Ständerat halten. Ob das gelingt, ist aber alles andere als sicher. Denn auch die anderen bürgerlichen Parteien nutzen die Situation und kandidieren ebenfalls.

Der Obwaldner Sitz im Ständerat wird seit 1998 von Hans Hess besetzt. Er war damals von der Landsgemeinde als Parteiloser gewählt worden und schloss sich im Ständerat der FDP-Fraktion an. Hans Hess tritt bei den Wahlen 2015 nicht mehr an.

Vor Hess war der Obwaldner Sitz im Stöckli stets in den Händen der CVP und deren Vorgängerpartei KVP.

Auch der Nationalratssitz war lange fest in CVP-Hand. 2007 ging er für vier Jahre an die SVP, bevor 2011 die CSP den Sitz eroberte, unterstützt von CVP und FDP.

So stellen sich die Parteien bei den Wahlen 2015 auf:

  • Die FDP will den Sitz im Ständerat verteidigen. Sie hat dafür Ende April den Kernser Gemeindepräsidenten André Windlin nominiert. Seine Wahl ist allerdings alles andere als sicher. Windlin ist auf kantonaler Ebene wenig bekannt.
  • Die SVP hat ebenfalls beschlossen, bei der Wahl anzutreten, und zwar für die Sitze in beiden Räten. Die Partei will mit dem Unternehmer und früheren Kantonsrat Adrian Halter in den Ständerat. Für den Nationalrat hat sie ihren Fraktionschef Daniel Wyler nominiert. Die SVP tritt als einzige Obwaldner Partei in beiden Kammern an.
  • Auch die CVP hat beschlossen, bei den Ständeratswahlen einen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Die Partei hat den früheren kantonalen Steuerverwalter Erich Ettlin nominiert. Die CVP ist klar wählerstärkste Partei in Obwalden, ihr Anspruch wäre also gegeben. Bei den Nationalratswahlen will sie den amtierenden und erneut kandidierenden Nationalrat Karl Vogler von der CSP unterstützen.

Die Kandidaten