Schlussspurt im Rennen um die Walliser Ständeratssitze

FDP-Kandidat Pierre-Alain Grichting wirbt mit ganzseitigen Inseraten und mit Videobotschaften für seine Kandidatur im zweiten Wahlgang der Walliser Ständeratswahlen. Beat Rieder von der CVP findet das übertrieben. Er wolle mit seinem politischen Leistungsausweis überzeugen.

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Kampf um Unterstützung

3:33 min, aus Schweiz aktuell vom 28.10.2015

Walliser FDP-Ständeratskandidat Pierre-Alain Grichting

Bildlegende: Pierre-Alain Grichting geht aufs Ganze mit dem 2. Walliser Ständeratswahlgang am 1. November 2015. Keystone

Kommt es am Sonntag zur historischen Wende ? Im ersten Wahlgang hat keiner der Kandidaten das absolute Mehr erreicht. Am meisten Stimmen erzielte der amtierende Ständerat Jean-René Fournier (45 690). Am zweitmeisten Stimmen holte Beat Rieder von der CVP (37 100). Pierre-Alain Grichting von der FDP landete auf Rang vier. Er lag rund 9000 Stimmen hinter Beat Rieder. Grichting glaubt an seine Chance und sagt : «Das Wallis will einen Wandel. Ich bin die Alternative zur CVP. Es braucht mehr Unternehmer in Bern.» Anders sieht dies Beat Rieder von der CVP: «Ich hatte deutlich mehr Stimmen im ersten Wahlgang und will den CVP-Sitz im Oberwallis verteidigen».

Beat Rieder kann davon profitieren, dass er auf der gleichen Liste wie Jean-René Fournier antritt. Pierre-Alain Grichting hat ein höheres Wahlbudget und konnte im ersten Wahlgang über die Parteigrenzen der FDP hinaus Wähler mobilisieren. Das Walliser Stimmvolk entscheidet am 1. November, ob es auch nach 152 Jahren weiterhin zwei CVP-Vertreter ins Stöckli schicken will oder ob es zu einer historischen Wende kommen soll.

SVP und SP haben ihren Kandidaten nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen.