Die Zürcher Wahlkampfkassen klingeln unterschiedlich

Ein Wahlkampf kostet Geld. Die Budgets der Parteien sind allerdings unterschiedlich gross. Und das heisst, die fünf Kandiaten und die zwei Kandidatinnen kämpfen mit unterschiedlich langen Spiessen um einen der beiden Zürcher Sitze im Ständerat.

Ein grosses Bündel von Schweizer Banknoten.

Bildlegende: Ein Wahlkampf kostet, aber nicht alle Parteien haben ein grosses Budget. Keystone

Wahlkampf, das heisst Plakataktionen, Werbung, Inserate und Gadgets - und das kostet eine Stange Geld. Wenn die grösste Zürcher Partei, die SVP, die Bahnhofshalle mietet, um ein grosses Wahlkampffest zu feiern, dann richtet die Partei mit der grossen Kelle an. SVP-Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt will keine Zahlen nennen. Diese seien nicht geheim, aber ausrechnen soll jeder selber, sagte Hans-Ueli Vogt gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

SP und FDP lassen sich in die Kasse blicken

Die zweitgrösste Partei, die Sozialdemokraten, haben eine gut gefüllte Kasse. Ständeratskandidat Daniel Jositsch verrät: «Die Partei rechnet insgesamt mit rund 200'000 Franken.» Aber, so Daniel Jositsch, sein wichtigstes Instrument im Wahlkampf seiund bleibe seine Hand, um die Leute zu grüssen. Konkrete Zahlen kann die FDP noch nicht sagen, aber die Freisinnigen wollen in ein paar Wochen ihr Budget für den Wahlkampf bekannt geben.

Mit guten Ideen und mit Spenden in den Wahlkampf

Für eine kleine Partei, wie die Grünen, ist der Wahlkampf in den Ständerat eine Herausforderung. Um den Kandidaten Bastien Girod zu unterstützen, stehen der Partei nicht einmal 50'000 Franken zur Verfügung. Dafür aber will die Partei mit Ideen punkten. So sammelt sie auf einem Internetportal Geld, um ein Plakat finanzieren zu können. Viel Geld geflossen ist allerdings noch nicht - bis jetzt kamen 590 Franken zusammen. Noch weniger Geld hat die EVP zur Verfügung. Ständeratskandidatin Maja Ingold hat so viel Geld zur Verfügung, wie sie selbst aufbringen kann.