Hans-Ueli Vogt soll den «Grind anehebe»

Ohne Wenn und Aber schicken die Delegierten der SVP ihren Ständeratskandidaten Hans-Ueli Vogt in den zweiten Wahlgang. Er soll im Kanton Zürich für eine ausgeglichene Standesstimme sorgen. Dass er mit seiner Kandidatur dem Grünen Bastien Girod helfen könnte, glauben die Delegierten nicht.

Keine einzige Partei unterstützt Hans-Ueli Vogt im zweiten Ständeratswahlgang. Am Mittwochnachmittag stellte sich auch die Zürcher Wirtschaft hinter seinen Konkurrenten, Ruedi Noser von der FDP. Und da ist auch noch Bastien Girod, der Kandidat der Grünen, der davon profitieren könnte, wenn sich zwei bürgerliche Kandidaten gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Für die Delegierten der SVP waren dies an der Versammlung keine Gründe, um über einen Rückzug ihres Kandidaten nachzudenken.

Mit Applaus in die zweite Runde

Es war, im Gegenteil, von Anfang an ein klarer Fall: Parteipräsident Alfred Heer schwor die rund 240 Delegierten der SVP auf eine erneute Kandidatur Hans-Ueli Vogts ein. Auch der Kandidat selbst wusste sein Publikum für sich einzunehmen: «Meine Vorstellung von der SVP ist, dass man den Grind anehebt, gerade wenn es Gegenwind gibt.» Dieses Votum gefiel den Delegierten, allfällige Zweifel oder Fragen kamen gar nicht erst auf. Per Applaus und ohne abzustimmen, schickten sie Vogt in die 2. Runde.

Damit ist das Kandidatenfeld für den 2. Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen definitiv abgesteckt: Nebst Hans-Ueli Vogt (SVP) treten Ruedi Noser (FDP) und Bastien Girod (Grüne) noch einmal an. Der zweite Wahlgang findet am 22. November statt.