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Wahlen 15 Macht Dauerbrenner Rechsteiner das Rennen erneut?

Gleich in fünf Kantonen stehen nächstes Wochenende zweite Wahlgänge für den Ständerat an. Eines der spannendsten Duelle dürfte es in St. Gallen geben. Hier stehen sich der bisherige SP-Mann Paul Rechsteiner und SVP-Nationalrat Thomas Müller gegenüber. Die Ausgangslage ist relativ offen.

Paul Rechsteiner und Thomas Müller.
Legende: Parteipolitisch gesehen hätte SVP-Nationalrat Müller gegenüber SP-Mann Rechsteiner in St. Gallen die Nase vorn. Keystone

Im bürgerlich dominierten Kanton St. Gallen war die Wahl von Paul Rechsteiner in den Ständerat vor vier Jahren eine eigentliche Sensation. Der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes hatte sich im zweiten Wahlgang gegen den SVP-Präsidenten Toni Brunner durchgesetzt.

Der Vorteil der Personenwahl?

Im ersten Wahlgang lag Brunner damals 12'000 Stimmen vor Rechsteiner. Dieses Mal liegt Rechsteiner seinerseits 12'000 Stimmen vor seinem Konkurrenten; dem SVP-Nationalrat Thomas Müller. Doch dieser lässt sich nicht beirren und schätzt die Ausgangslage weiterhin als offen ein: «Für den zweiten Wahlgang im Kanton St. Gallen werden die Karten neu gemischt. Da spielen die Ergebnisse des ersten Wahlgangs keine Rolle mehr.»

Rechsteiner kann sich im zweiten Wahlgang auf den Bisherigenbonus beziehen. Mit der Freisinnigen Karin Keller-Sutter, die bereits im ersten Durchgang bestätigt wurde, bildete er in den letzten vier Jahren ein harmonisierendes Duo. Obwohl die beiden unterschiedliche politische Ansichten hatten, rauften sie sich im Interesse des Kantons zusammen.

«Ich glaube, viele Leute haben gesehen, dass die Arbeit für den Kanton St. Gallen in den vergangenen vier Jahren erfolgreich war», bilanziert Rechsteiner. Verschiedene Projekte wie der Bahnausbau in der Ostschweiz und die Aufwertung der St. Galler Stiftsbibliothek habe er zusammen mit Karin Keller-Sutter vorangetrieben.

Keine Unterstützung für den Ex-Parteikollegen

Sein Leistungsausweis für St. Gallen macht den roten Rechsteiner auch für die Mitte und Teile rechts davon wählbar. «Wenn man die Stärke der SVP gerade im Kanton St. Gallen betrachtet, müsste meine Kandidatur rein parteipolitisch eigentlich chancenlos sein. Es geht bei den Ständeratswahlen aber nicht nur um Parteipolitik: Es sind Personenwahlen, die ihre eigenen Gesetze haben.»

Der Rorschacher Stadtpräsident Müller hat neben der Unterstützung seiner eigenen Partei auch den Support der FDP. Die CVP konnte sich nicht zu einer Wahlempfehlung durchringen. Nachdem Müller vor vier Jahren von der CVP zur SVP überlief, scheint hier einiges Geschirr zerschlagen zu sein. Doch Müller spielt die fehlende Rückendeckung seiner ehemaligen Partei herunter: «Es ist natürlich schön, wenn eine offizielle Unterstützung da ist, aber man muss selbst kämpfen. Ich habe den linken Teil der CVP auch als CVP-Nationalrat nie hinter mir gehabt. Ich habe immer von den bürgerlichen Stimmen der CVP gelebt.»

Entscheiden die zufriedenen Freisinnigen?

Den zweiten St. Galler Sitz im Ständerat wird derjenige ergattern, der seine Wähler besser mobilisiert. Das Zünglein an der Waage, ob Links oder Rechts reüssiert, könnten die Freisinnigen spielen. Wenn die FDP-Wähler der Urne fernbleiben, weil sie mit Karin Keller-Sutter ihre Kandidatin bereits im Trockenen haben, dürfte Paul Rechsteiner – als dienstältester Bundesparlamentarier – wohl mit grosser Mehrheit nochmals ins Stöckli einziehen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Heierli (help)
    @Artho / Leute die dauernd so schreiben und wahrscheinlich so denken wie Sie Frau Artho, bewirken in unserer Gesellschaft gar nichts! Sie werden durch die geschriebene Menge und durch Ihr dauerndes wiederholen nicht glaubwürdiger. Weniger wäre mehr.
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      Ch. Heierli versuche bei der Wahrheit zu bleiben ohne Demütigung von andern Personen,meine persönlichen Meinungen werde ich aufrecht erhalten.Da wir hier in der Schweiz immerhin noch die Freimeinungsäusserung haben und hoffe,dass dies weiterhin so bleiben wird und nicht zu einer Diktatur führt.Weil man gewisse Themen eher etwas kritischer sieht,sollte man Personen nicht persönlich an greifen, sondern Gegenargumente aufzeigen.Themen sind zu unterschiedlich um zu wiederholen.Danke für Ihre Kritik.
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    2. Antwort von Christoph Heierli (help)
      @Artho/ die SVP politisiert schon lange diktatorisch. Nur was sie vorgibt erachtet sie als richtig. Verschiedene Aussagen von der SVP führen genau zu Unverständnis und zu Abneigung bei anders denkenden. Dies weil sie, damit meine ich etliche Parteifunktionäre, keine andere Meinung zulassen. Wenn ich ihre politische Meinung nicht akzeptiere, bin ich kein Schweizer. SVP Empfehlung: wenn es dir nicht passt, kannst du ja auswandern usw. Solches Verhalten nenne ich Diktatorisch.
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    3. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      Ch.Heierli Was soll ich denn vom SP Präsidenten Ch. Levrat halten,welcher hohe Forderungen stellt und seine Ideologie anfordert, an einen SVP Bundesratskandidat, ist dies nicht schon diktatorisch? SVP akzeptiert immerhin die SP Bundesratskandidaten,obwohl sie eine andere Meinung vertreten.Die Grünen akzeptieren übrigens kein SVP Bundesrat und geben diesem auch keine Stimme.Denke man sollte nicht nur von SVP Diktat sprechen,sondern auch die unakzeptable Haltung der SVP Gegner anschauen.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Diese Wahl sollte klar sein, den da geht es nicht gegen die SVP sondern gegen Müller, den bestbezahltem Stapi der Schweiz, der natürlich gegen Steuergeldverschwendung Antritt in dem Er gegen die Ärmsten vorgeht. Er aber sich selbst bereichert! Er saniert sein Sozialamt auf Kosten der Nachbargemeinden. Wenn einer nicht für das Volk da ist dann Er. Da ist mir Rechsteiner 1000x lieber. Egal ob Cüpli - Sozialdemokrat oder nicht. Er hat wenigstens den kleinen Bürger immer noch auf dem Radar!
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      D.Röthenmund ich staune über die Information, die Sie haben betreffend T. Müller. Vielleicht sind Sie ein enttäuschter CVP ler weiss nicht, dass Sie nun so auf eine Person schiessen. Für mich ist bei diesem Asyl Thema wirklich die Frage, wer man wählen soll, da es ins Uferlose läuft, jetzt muss dringend etwas geschehen, bevor es zu Unruhen kommt wie jetzt schon in D. Darum wähle ich jetzt T. Müller damit sie in die Verantwortung eingebunden werden und so eventuell eine Mehrheit im Stöckli haben.
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    2. Antwort von Christoph Heierli (help)
      @Artho/Herr Röthenmund schiesst überhaupt nicht Frau Artho. Was er zu Herr Müller sagt, ist richtig. Sie reden und reden dauernd von Asyl - Problemen die wir so, wie Sie diese sehen gar nicht haben. Es fällt auf, dass trotz Ihrer dauernden angeblichen Harmonie und Schlichtungsbemühungen, Ihre Glocke nur für die SVP klingelt. Wissen Sie, was Sie wählen, interessiert gar niemanden.
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    3. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      Ch.Heierli Leider stelle ich fest, dass aus der Links, Grünen Ecke z.T. Diffamierende Kommentare kommen,eben vor allem gegen diese SVP,darum geben Sie mir jetzt diese SVP Glocke danke.Meiner Meinung nach gibt es überall 2 Seiten und damit diese zusammen eine Lösung finden, ist dies nur möglich,mit gegenseitiger Anerkennung.Denn nicht alles ist gut von links,aber auch nicht alles ist schlecht von rechts.Es wird sich zeigen, was für soziale Herausforderungen dieser Flüchtlingsstrom stellen wird.
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    4. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      D. Röthenmund wenn ich Sie mit dem Wort auf Person "schiessen" eventuell verletzt haben sollte,tut mir dies Leid.Manchmal wäre eine Wahrheitsgetreue Argumentation angebrachter,als vielleicht nur Unterstellungen. T.M. war STAPI in Rapperswil. Es gibt keine Menschen ohne Fehler, da wir nicht Gott sind.Aber bei der Wahrheit ist es so, dass es der Wahrheit egal ist, wie Sie erlangt wird und deshalb auch schwierig ist zu verstehen, weil sie auch oft Schmerzen auslösen kann. frl. Gr. M.Artho
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Paul Rechsteiner macht hoffentlich das Rennen. Er soll wieder ins Stöckli ziehen. Er ist ein kompetenter Bundesparlamentarier. Er setzt sich für die Arbeitnehmer und für die Renten ein. Ein Kämpfer. Danke Herr Rechsteiner. Mit Karin Keller-Suter ein harmonisierendes Duo und gut für den Kanton St. Gallen.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      a.keller wenn sie diese meinung haben dann glauben sie daran, vergessen sie aber bitte nicht welchen unfrieden die gewerkschaften unter den Arbeitern anrichten.p.s. die sp hat tatsächlich früher die arbeiter und rentner vertreten,ich war lange ein treuer Anhänger,heute sind sie die cüplipartei der schweizund weit weg vom büezer und rentner.
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