Zum Inhalt springen

Wahlen 15 Zweite Wahlgänge: So sieht der neue Ständerat bisher aus

SP-Präsident Christian Levrat wehrte den SVP-Angriff auf einen Freiburger Ständeratssitz durch Jean-François Rime problemlos ab. Damit stellt die SVP trotz ihres Wahlsieges bei den Nationalratswahlen im «Stöckli» weiterhin nur Deutschschweizer Vertreter. Die Sitzverteilung im Überblick.

Levrat und Rime lachend.
Legende: SVP-Kandidat Jean-François Rime (r.) scheiterte mit seinem Angriff auf den Ständeratssitz von SP-Präsident Levrat. Keystone

Nach den zweiten Wahlgängen in der Romandie gibt es lediglich eine grosse Veränderung im Ständerat. Im Kanton Freiburg teilen sich CVP und SP weiterhin die beiden Sitze, und in Genf bleibt der Ständerat in links-grüner Hand. Einzig in der Waadt gewinnt die FDP einen Sitz auf Kosten der Grünen.

Die SVP stellt als landesweit wählerstärkste Partei in der kleinen Kammer weiterhin keinen Vertreter. Auch Jean-François Rime blieb im Kanton Fribourg gegen SP-Präsident Christian Levrat chancenlos.

CVP mit den meisten Ständeratssitzen

Vor den zweiten Wahlgängen in weiteren acht Kantonen bleibt damit die CVP die stärkste Partei im Ständerat. Sie kommt mit der Wahl von Beat Vonlanthen in Freiburg nun auf zehn Sitze. Noch drei Sitze bleiben der Partei in den kommenden zweiten Wahlgängen zu verteidigen, um auf ihre insgesamt 13 Mandate von 2011 zu kommen.

Am meisten zugelegt hat am Sonntag die SP. Sie konnte drei ihrer Sitze in zweiten Wahlgängen verteidigen und kommt nun insgesamt auf neun Sitze. Verteidigt sie die anderen drei Sitze, käme sie neu auf 12 Mandate – dank dem Gewinn des Zürcher Sitzes. In der Romandie stellt sie mit fünf Vertretern gar am meisten Ständeräte.

Die FDP hatte mit elf bisherigen Sitzen die gleiche Ausgangslage wie die SP. Am 18. Oktober konnte sie acht Sitze auf Anhieb wieder holen. Mit dem Gewinn des Mandates im Kanton Waadt durch Olivier Français auf Kosten des Grünen Luc Recordon steht sie neu bei neun Mandaten. Die FDP könnte also zulegen, denn vier weitere Kandidaten haben Chancen, im zweiten Wahlgang gewählt zu werden.

Stellen die Grünen nur noch einen Ständerat?

Als einziger Vertreter der Grünen dürfte nach der Abwahl Luc Recordons der Genfer Robert Cramer bleiben, der die Wiederwahl im zweiten Wahlgang schaffte. Wenn nicht seinem Zürcher Parteikollegen Bastien Girod im noch anstehenden zweiten Wahlgang doch noch eine Überraschung gelingt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Also liebe "Vernünftige" und "Intelligente", die Messen sind noch nicht gelesen. Der 2. Wahlgang in der Deutschschweiz steht noch bevor. Kommt dann abschliessend dazu, dass die CVP mangels eigenem Profil traditionell bei Abstimmungen bei Siegern sein möchte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Liebe Frau Artho, ich Schätz Sie & Ihre Kommentare sehr, da Sie stehts bestrebt sind Argumentativ zu Kommentieren, und dies Ihnen auch grösstenteils gelingt! Aber Ausrutscher haben wir alle! ;-) Das sich die SVP als Opfer füllt kann ich weniger verstehen! Es ist nicht gerade die Partei die auf andere Rücksicht nimmt! Und wenn ich lese wie die Bundesrätinnen Widmer-Schlumpf & Sommaruga gehetzt wird, ist mein Post geradezu Milde. Ob SVP oder SP beide haben sich nicht wie reine Schweizer verhalten!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      D. Röthenmund danke für das Kompliment.Bin mir aber nicht sicher,ob die SVP sich als Opfer fühlt,oder eher verraten, durch ihre Parteikollegin EWS, weil sie sich von der SP (A.Hämerle) verführen liess.Weiss nicht wie andere Parteien reagieren würden.Dass niemand Vollkommen ist wissen ja alle,darum sollte man nicht nur immer auf der SVP herumtrampeln,denn dies verhärtet ja nur die ganze Situation.Manchmal habe ich das Gefühl, dass man nicht mehr bereit ist, um schwierige Situationen auszutragen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Ich bitte die SVP schon jetzt um Gnade für die Romandie. Falls die SVP Ihre geliebte alleinige Herrschaft, die einzige legale Classe Politque erreicht hat. Diese Landesverräter, die sich immer noch weigern die SVP zu wählen an Frankreich zu verkaufen. Ich werde Sie als Dank im Gegenzug aufklären wie gut und bescheiden die SVP ist und Sie werden dann jeden Tag Schön brav das "Bocher Unser" aufsagen. Versprochen! ;-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      D.Röthenmund Ein stückweit haben Sie recht. Bemühend finde ich, dass man immer wieder versucht die SVP zu diffamieren und dies schon seit Jahren auf CH. Blocher reduziert, was so einfach nicht stimmt. Sonst müsste man die SP ja auch auf Ch. Levrat reduzieren, weil auch er seine "Schäfchen" führt und dies oft mit sehr arroganter Art. Er ist ja ein Parteiführer und somit ist dies i.O. Aber bitte man sollte dies auch für andere Parteien eingestehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Jürg Baltensperger (Baltensperger)
      @Artho: Ch.B. ist viel mehr als ein Parteiführer. Er finanziert und inszeniert das Ganze und ist der Stratege hinter dem Ziel, den Staat zu destabilisieren. Dazu gehören nach geltendem Recht nicht Umsetzbare Initiativen (Ausschaffungsinitiative, MEI), konstante Angriffe auf den BR und Herumhacken auf dem immer gleichen Sündenbock, dem Ausländer. Diffamieren? Sie machen den Täter zum Opfer. Der Angriff auf die CH erfolgte durch Ch.B. - aus Macht- und Geldgier. Das Volk wehrt sich lediglich.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      J. Baltensperger dies ist eine Behauptung von Ihnen betreffend destabilisieren Äxgüsi,aber da braucht es leider mehrere dazu.Warum: weil die einen in die EU wollen und die Schweiz so abhängig machen will von der EU.Die andern wehren sich dagegen und wollen unsere Unabhängigkeit nicht einfach aufgeben. Wir haben 2 Extreme die irgendwie gelöst werden müssten.Da die Mitte zu schwach ist und den Weg des geringsten Wiederstand führt und sich vom bewährte System einfach verabschieden möchte leider.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen