Diese Schwergewichte traten nicht mehr an

Für zahlreiche illustre Namen war die Herbstsession der letzte Auftritt im Bundeshaus. Zum Abschied wurden sie durch die Ratspräsidenten gewürdigt. Wir übergeben ihnen das Wort – und blicken zurück.

Prominente Abgänge und ihre Würdigung durch die Ratspräsidenten

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Diese Schwergewichte treten nicht mehr an

2:30 min, vom 18.10.2015

Was jetzt schon sicher ist: Viele bekannte Politiker werden in der nächsten Legislatur nicht mehr in einer der beiden Kammern wirken. Sie haben sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Für den Politologen Claude Longchamp müssen vor allem die Grünen mit zwei folgenreichen Vakanzen rechnen: In Zürich trat Daniel Vischer nicht mehr an und in Genf Ueli Leuenberger.

Zwei «ausgesprochene Grüne», sagt Longchamp. Gemäss dem Politologen führte das in der Vergangenheit dazu, dass links von den Grünen kein Platz für eine andere Partei vorhanden war. Sollten die Grünen ihre Sitze in Zürich und Genf verlieren, dann fallen diese Sitze zu einer Partei links von den Grünen. Longchamp: «In beiden Kantonen müssen die Grünen zittern.»

Auch bei der CVP sieht es auf dem Blatt nicht viel besser aus: Sowohl der Fraktionspräsident Urs Schwaller als auch der Parteipräsident Christophe Darbellay stehen nicht mehr zur Verfügung. Für Longchamp stellen diese abtretenden Politiker allerdings kein so grosses Risiko für die Partei dar, wie das bei den Grünen der Fall ist.