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Wahlen15 Aargau «Fremde Fötzel» auf Aargauer Nationalratslisten

Nicht alle Aargauer Nationalratskandidaten sind auch im Aargau zu Hause. Vom Gesetz her ist dies erlaubt. Aber macht es auch Sinn? Oder sind diese Kandidaten, diese Exoten, nicht einfach nur Lückenfüller?

Daniel Schriber und Hans Peter Roth
Legende: Daniel Schriber (JBDP) wohnt in Lostorf (SO). Hans Peter Roth ist in Sigriswil (BE) zu Hause. zvg

Magdalena Martullo-Blocher ist das prominenteste Beispiel für eine Nationalratskandidatur im «falschen» Kanton. Sie steht zuoberst auf einer Bündner SVP-Liste, lebt aber im Kanton Zürich. Die ausserkantonalen Kandidaten im Aargau hingegen sind nicht prominent und haben kaum Chancen gewählt zu werden.

Hans Peter Roth lebt in Sigriswil, im Berner Oberland. Er ist Journalist und Spukforscher. Sein Name steht ganz zuuntererst auf der Aargauer Ecopop-Liste. Für ihn gibt es zwei Gründe, im Aargau anzutreten:

Erstens gibt es im Kanton Bern keine Ecopop Liste. Und zweitens bin ich über meine Eltern stark mit dem Aargau verbunden.
Autor: Hans Peter RothNationalratskandidat Ecopop

Hans Peter Roth hat keinerlei Berührungsängste und sähe sich als würdiger Aargauer Nationalrat mit Wohnsitz im Kanton Bern. Allerdings sagt er gegenüber Radio SRF auch: «Ich rechne nicht damit, gewählt zu werden.»

Der zweite ausserkantonale Nationalratskandidat ist der Solothurner Daniel Schriber aus Lostorf. Er kandidiert für die Junge BDP. Zu Schribers Kandidatur sagt Parteipräsident Bernhard Guhl:

Schriber ist sicher kein Lückenfüller. Aber auf der Hauptliste hätten wir ihn nicht antreten lassen. Da braucht es die regionale Verbundenheit.
Autor: Bernhard GuhlPräsident BDP Kt. Aargau

Das Gesetz erlaubt ausserkantonale Kandidaturen für den Nationalrat. Im Aargau sind deren zwei gemeldet, im Kanton Solothurn keine. In beiden Kantonen tritt je ein Auslandschweizer an, der jedoch im Kanton gemeldet ist. Wer in den Ständerat will, muss zwingend in dem Kanton wohnen, den er in Bern verteten will.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Ein Berner oder Solothurner kandidiert als Volksvertreter im Aargau. Beide sind "Nachbaren", sprechen die gleiche Sprache und kommen aus der gleichen Kultur und Lebensauffassung! Warum sollte das nicht möglich sein? Dürfte die SCHWEIZERISCHE FUSSBALL-NATIONAMANNSCHAFT nur noch aus Eidgenossen, die deutsch, französisch oder italienisch sprechen, zusammen gesetzt sein, gäbe es längst keine "FUSSBAL-NATI" mehr! Warum ist MAN in der Politik so stur und im Sport wird das pure GEGENTEIL praktiziert?
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